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Zollbeamte finden Geschleuste in Podrosche

Die drei Personen kamen in eine Erstaufnahmeeinrichtung. Zudem beschäftigten ein Urkundenfälscher und zwei Corona-Demos die Beamten.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Zollbeamte haben am Montagnachmittag in Podrosche in der Gemeinde Krauschwitz drei Migranten angetroffen: eine 29-jährige irakische Frau sowie zwei irakische Männer im Alter von 24 und 34 Jahren. Darüber informiert Michael Engler von der Bundespolizei Ludwigsdorf.

Sie waren gegen 16.30 Uhr auf der Daubitzer Straße, welche zum Grenzübergang in der Ortslage führt, auf die drei Personen aufmerksam geworden. Gemeinsam mit Bundespolizisten untersuchten die Zöllner die Gegend.

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Demnach könnte sich das Trio bereits eine Weile in einem angrenzenden Waldstück aufgehalten haben. Unklar bleibt dagegen, wo die Geschleusten genau über die Grenze nach Deutschland gebracht wurden. Ihren Aussagen nach, könnte in diesem Zusammenhang ein kleines, weißes Auto als Schleuserfahrzeug von einem Unbekannten genutzt worden sein. Sowohl das Ehepaar als auch der 34-Jährige wurden mittlerweile von einer Erstaufnahmeeinrichtung aufgenommen. (SZ)

Weitere Meldungen aus dem (Bundes-)polizeibericht:

Urkundenfälscher muss Geldstrafe zahlen

Bundespolizisten haben am Dienstagmorgen gegen 6.30 Uhr einen 32-jährigen Urkundenfälscher festgenommen. Sie kontrollierten den Spremberger zunächst in Krauschwitz. Anschließend konfrontierten ihn die Uniformierten mit seinem Haftbefehl. Den hatte die Staatsanwaltschaft Görlitz vor wenigen Tagen ausgestellt, weil der Verurteilte eine Geldstrafe nicht beglichen hatte. Die Strafe war zuvor vom Amtsgericht Weißwasser wegen Urkundenfälschung angeordnet worden. Schließlich zahlte der Festgenommene 750 Euro, um nicht ins Gefängnis zu kommen. Nach Zahlung des Betrages reiste er weiter.

50-Jähriger hält sich illegal in Deutschland auf

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben einen 50-jährigen Kirgisen angezeigt, weil er sich knapp 50 Tage unerlaubt in Deutschland aufgehalten hatte. Mit der Kündigung durch den Arbeitgeber endete für ihn auch der legale Aufenthalt im Schengenraum. Sie hatten den 50-Jährigen am Montagmorgen hinter dem Autobahntunnel Königshainer Berge gestoppt. Davor war er mit einem Mercedes-Transporter und Wohnwagen in Richtung Polen unterwegs. Er erklärte, dass er das Zugfahrzeug und den Hänger nach Litauen überführt. Eine Überprüfung seiner Dokumente und Personalien ergab, dass Litauen ihm einen Aufenthaltstitel ausgestellt hatte. Die Gültigkeit dieses Titels war allerdings an ein aktives Beschäftigungsverhältnis gebunden. Angeblich wusste der Beschuldigte nicht, dass ihm sein litauischer Arbeitgeber Mitte Juli gekündigt hatte. Nun forderten ihn die Beamten auf, Deutschland innerhalb einer Woche zu verlassen.

Corona-Demos reißen nicht ab

Die Polizei hat am Montag mehrere Versammlungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie begleitet. Etwa 140 Personen hatten sich am Montagabend angemeldet in Görlitz versammelt und gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Zunächst trafen sich die Teilnehmer auf dem Postplatz, später liefen sie in Form eines Aufzuges auf den Wilhelmsplatz. Insgesamt nahmen etwa 100 Personen teil. In Niesky versammelten sich 17 Teilnehmer und liefen zum Zinzendorfplatz. Der Aufzug endete ohne Vorkommnisse.

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