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Kabeltrasse zum Solarfeld Medessen

Großenhain und die Münchner Green City AG schließen einen Gestattungsvertrag ab. Die Röderstadt hatte sich anfangs wegen eigener Leitlinien noch geweigert.

Wie hier in Lenz soll auch bei Medessen eine Photovoltaik-Anlage aufgestellt werden.
Wie hier in Lenz soll auch bei Medessen eine Photovoltaik-Anlage aufgestellt werden. © Kristin Richter

Medessen/Großenhain. Die Green City AG München, die nordöstlich von Medessen einen Freiland-Solarpark bauen will, kann aufatmen. Denn die Stadt Großenhain befürwortet jetzt die nötige Kabeltrasse zum Umspannwerk in Mülbitz. Dem künftig reichlich 14 Hektar großen Solarpark wird damit der Anschluss ans öffentliche Stromnetz ermöglicht. Bei der ersten Anfrage standen einem Gestattungsvertrag noch die Großenhainer Leitlinien zu Freiland-Solarparks in der Quere.

Der Netzverknüpfungspunkt Umspannwerk Großenhain war den Münchnern als nächstmöglicher Einspeisepunkt vorgegeben worden. Außerdem wird ihnen die Einspeisevergütung nur einen bestimmten Zeitraum gewährt. Der Solarpark soll also rasch Strom liefern. Deshalb sollen die drei bei Medessen nördlich der Bahnstrecken liegenden Teil-Anlagen rasch gebaut werden. Der Priestewitzer Gemeinderat hat den Entwurf eines Bebauungsplanes am 24. März gebilligt. Nun nahm auch der Großenhainer Stadtrat den Vorgang zur Kenntnis und hatte keine Einwände.

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Nur bedingt anwendbar

Anfangs hatte die Stadtverwaltung die Querung des Stadtgebietes abgelehnt, weil auch Flächen in städtischem Eigentum betroffen sind. Doch wurden an die Green City nochmals Fragen gestellt. Bei deren Beantwortung kamen weitere Details zur Sprache. Die Münchner werden ein Batteriesystem zur Speicherung des erzeugten Solarstromes nutzen, wie er schon an der Hohen Straße in Großenhain im Einsatz ist.

Außerdem soll die Bauzeit zur Verlegung der Kabeltrasse im Gewerbegebiet Zschieschen nur circa eine Woche dauern. "Einschränkungen auf den Straßenverkehr sind nicht zu erwarten, da die Verlegung unterhalb der Straßen mittels Spühlbohr-Verfahren ausgeführt werden soll", heißt es.

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Entlang der Merschwitzer Straße soll der Leitungsverlauf im Wegeseitenraum erfolgen, die Bahnlinie Richtung Großenhain wird unterörtert. Nach der Bahnquerung verläuft die Leitung über das Feld Richtung Gewerbegebiet Zschieschen. Die Kabeltrasse geht also vom Umspannwerk nach Westen Richtung Zschieschen und über Großraschützer Felder südlich von Skassa nach Medessen. Großenhain führt jetzt auch ins Feld, dass die Großenhainer Leitlinien nur bedingt anwendbar sind, weil die Anlage in einer anderen Gemeinde errichtet werden soll. Aktuell werden die Leitlinien zudem überarbeitet. Dem Stadtrat sollen sie am 16. Juni zum Beschluss vorliegen.

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