Großenhain
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Großenhainer Maler Globig wird in Ausstellung gewürdigt

Der Großenhainer starb vor 50 Jahren in Hamburg. Die Schau wird im Museum Alte Lateinschule gezeigt. Dort werden seine Werke digitalisiert.

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Selbst gebastelte Theaterkulissen und Häuser der 1930er-Jahre mit Schloß Fürstenau bei Michelstadt im Odenwald. Das alles stammt aus dem Nachlass von Kurt Globig.
Selbst gebastelte Theaterkulissen und Häuser der 1930er-Jahre mit Schloß Fürstenau bei Michelstadt im Odenwald. Das alles stammt aus dem Nachlass von Kurt Globig. © Kristin Richter

Großenhain. 2022 sollen weitere wichtige Bestände des Museums Alte Lateinschule auf „Museum digital“ veröffentlicht werden. Darunter vor allem Werke des Großenhainer Malers Kurt Globig, der vor 50 Jahren in Hamburg gestorben ist. Das teilt die Einrichtung mit und verweist darauf, dass der Künstler in diesem Jahr mit einer Ausstellung gewürdigt werden soll.

Die Internet-Plattform „Museum digital“ macht es möglich, dass immer mehr Museumsobjekte aus Großenhain im Internet sichtbar werden. Inzwischen können über 150 Stücke online recherchiert und betrachtet werden. Das Spektrum ist so vielfältig wie die Sammlungen: Zu sehen sind archäologische Funde aus der Großenhainer Pflege, Gemälde von Paul Mißbach, Walter Harras und eben Kurt Globig, die Handschriften von Karl Benjamin Preusker oder die 1992 unter den Dielen des Museums entdeckten Hand- und Druckschriften.

Die rund 80 Fragmente mit Schreib- und Rechenübungen, Bibeltexten und Gottesdienstordnungen sind einmalige Zeugnisse des Schulbetriebs zwischen 1750 und 1840. Sie wurden 2021 mit Fördermitteln des Freistaates Sachsen digitalisiert und katalogisiert.

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Die Monate ohne Publikum wurden intensiv für Drittmittelprojekte, die Sammlungsarbeit und eben die Digitalisierung genutzt. Mit über 70.000 Euro förderten der Bund, der Freistaat und der Kulturraum Meißen–Sächsische Schweiz–Osterzgebirge die Museen.

Dank der Fördermittel konnten die Lichttechnik erneuert und die Kleine Stube im Bauernmuseum restauriert werden. "Die Erfassung und Erschließung der Sammlungsbestände ist ein Langzeitprojekt, das seit den 1990er-Jahren zu den grundlegenden Aufgaben des Museums zählt", so Leiter Jens Schulze-Forster. Nur so könne das Großenhainer Erbe gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. 2021 wurden über 2.500 Gegenstände neu in der Datenbank erfasst, ein Rekordwert. Darunter befanden sich Nachlässe der LPG Zabeltitz, der Lautex, des Panzerregiments und, als Neuzugänge, selbst gestrickte Masken aus der Frühphase der Corona-Pandemie.

Erschienen ist im neuen Jahr ein neuer Infoflyer der Städtischen Museen Großenhain. Auf einen Blick sind dort alle drei Einrichtungen sichtbar: das Museum Alte Lateinschule, das Bauernmuseum Zabeltitz und das Historische Klassenzimmer. Das Faltblatt informiert über Standorte, Ausstellungen und Öffnungszeiten. Mithilfe von QR-Codes sind die digitalen Angebote der Museen verlinkt. Seit 2021 können das Museum Alte Lateinschule und das Bauernmuseum auch im Internet besucht werden. Weitere Informationen betreffen die bisher erschienen Publikationen und die Kontaktmöglichkeiten zum Förderverein Museum Alte Lateinschule e. V. (SZ/krü)