Großenhain
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Radweg zwischen Zschauitz und Lenz ist genehmigt

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr will die 2,5 Kilometer lange Trasse bauen. Es gibt interessante Ausgleichsmaßnahmen für die Natur.

Von Kathrin Krüger
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Zwischen Zschauitz und Lenz kann nun auch ein Radweg gebaut werden.
Zwischen Zschauitz und Lenz kann nun auch ein Radweg gebaut werden. © Daniel Schäfer

Zschauitz. Die Landesdirektion Sachsen hat den Anbau eines Radweges an die Staatsstraße 81 zwischen Zschauitz und Lenz südlich von Großenhain genehmigt. Hier wird bereits derzeit an zwei Stellen zwischen Lenz und Großdobritz gebaut. "Ob mit reiner Muskelkraft oder elektrisch unterstützt: Künftig wird es möglich sein, den Großenhainer Marktplatz in nur 30 Minuten mit dem Rad von Lenz aus zu erreichen – und das komfortabel und vor allem sicher", informiert Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen. Zugleich knüpft der neue Radweg das bestehende Netz dichter und macht damit das Fahrradfahren im Großenhainer Land für Alltagsradler und Touristen noch attraktiver.

Der geplante Weg ist 2,5 Meter breit, 1,5 Kilometer lang und als straßenbegleitender Zweirichtungs-Geh- und Radweg konzipiert. Er führt von der Einmündung des Weßnitzer Weges in Zschauitz bis zur Einmündung des Mühlenwegs in Lenz. Zur Umgehung einer Geländeerhöhung verlässt die Strecke rund 400 Meter südlich von Zschauitz für 460 Meter seine ansonsten straßenparallele Führung. Zur Anbindung an den von Großenhain kommenden Radweg wird der Radverkehr in Zschauitz über die Großenhainer und die Dorfstraße geführt. In Lenz wird der Radweg über den Mühlenweg mit dem innerörtlichen Mischverkehr verknüpft.

Zum Ausgleich, der mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft, sind eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen. Zur Aufwertung des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Hopfenbachtal wird der ehemalige Mühlgraben in Lenz größtenteils offengelegt, von Bauschutt befreit und als Versickerungsmulde für Niederschlagswasser ausgebildet. Darüber hinaus sind Baum- und Gehölzpflanzungen sowie das Ansäen von Rasen auf einer Gesamtfläche von rund 650 Quadratmetern entlang des Geh- und Radweges geplant. In der Nähe von Goltzscha ist außerdem eine Waldaufforstung auf 700 m² bisheriger Ackerfläche vorgesehen.

Antragsteller und zukünftiger Bauherr ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Meißen. Der Planfeststellungsbeschluss wird den Trägern öffentlicher Belange sowie den Einwändern zeitnah zugestellt. Die öffentliche Auslegung des Beschlusses in Großenhain und Priestewitz wird gesondert bekannt gegeben. Der Antrag im Verfahren war schon im Mai 2021 bei der Landesdirektion Sachsen gestellt worden.