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Wird die Große Röder noch geräumt?

In Großenhain ist der Fluss stark bewachsen. Die Flussmeisterei Riesa sagt, es habe schon Krautungen als Hochwasserschutz gegeben.

Treibgut bleibt wie hier am Beethovenparkplatz in der Großen Röder hängen und wird bei Starkregen zur Überschwemmungsgefahr.
Treibgut bleibt wie hier am Beethovenparkplatz in der Großen Röder hängen und wird bei Starkregen zur Überschwemmungsgefahr. © Norbert Millauer

Großenhain. Die Große Röder ist im Bereich Innenstadt stark verkrautet. Durch den niedrigen Wasserstand der letzten Wochen war der Bewuchs deutlich zu sehen. Vor allem am Beethovenparkplatz wurde er bereits zum Hindernis. Ein großer Ast hat sich dort verfangen. Gerade durch die Erinnerungen an das Hochwasser vor zehn Jahren fragen sich viele, ob die Flussmeisterei nicht tätig werden müsste. 

Eine SZ-Nachfrage bei der Landestalsperrenverwaltung ergibt, dass die Flussmeisterei Riesa in diesem Jahr aufgrund des starken Bewuchses an der Großen Röder bereits mehrfach Krautungen in der Stadt durchgeführt habe, so Sprecherin Katrin Schöne. "Aus wasserwirtschaftlicher Sicht sind keine weiteren Krautungen geplant", heißt es. 

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Nicht an allen Gewässerabschnitten bzw. nicht bei allen Bewuchsarten sei es nötig, den Bewuchs zu entfernen, so die Talsperrenverwaltung. Durch die starken Strömungen legen sich die Pflanzen zum Teil auch bei Hochwasser um. Dort allerdings, wo der Bewuchs zu einem Abflusshindernis werden könnte, wird der im Rahmen der Gewässerunterhaltung entfernt. 

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Kritische Bereiche können z.B. dort entstehen, wo das Gewässer ein sehr geringes Gefälle hat. Hier hat ein Hochwasser unter Umständen nicht genug Kraft, die Halme bzw. Stämme umzuknicken. Ein weiteres Risiko besteht, wenn bei Hochwasser besonders viel Pflanzenmaterial mitgerissen wird, dass sich dann an Engstellen des Gewässers wie Brücken verfangen kann. Haben die Pflanzen nur flache Wurzeln, wie das bei vielen Neophyten der Fall ist, kann es außerdem an den Ufern zu Ausspülungen kommen. "Die fachkundige Beurteilung der Gewässer nach diesen Kriterien erfolgt durch unsere erfahrenen Kollegen der Flussmeistereien", so Katrin Schöne.

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