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Warum einige Wähler in Großenhain das Lokal wechseln müssen

In Großraschütz, Colmnitz und Zabeltitz gibt es neue Standorte. Das hat gute Gründe. Doch auch die Möglichkeit der Briefwahl stößt auf großes Interesse.

Von Thomas Riemer
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Seit über zwei Wochen gibt es bereits die Möglichkeit der Stimmabgabe per Briefwahl. Rund 2.000 Wahlberechtigte haben sie bereits in Anspruch genommen.
Seit über zwei Wochen gibt es bereits die Möglichkeit der Stimmabgabe per Briefwahl. Rund 2.000 Wahlberechtigte haben sie bereits in Anspruch genommen. © Norbert Millauer

Großenhain. Wahlberechtigte im Ortsteil Großraschütz sowie aus Skassa rieben sich dieser Tage ein wenig die Augen, als sie den Umschlag ihrer Wahlbenachrichtigung für den 9. Juni öffneten. Waren sie es in den letzten Jahren gewohnt, ihr Votum im früheren BTZ der Handwerkskammer abzugeben, gibt es nun einen neuen Standort. Das Wahllokal befindet sich im Vereinsgebäude des Sportplatzes Großraschütz.

Den Grund liefert der städtische Wahlausschuss auf Anfrage von saechsische.de. "Das ehemalige BTZ gehöre mittlerweile der Stema. Sie möchte sich richtigerweise am Standort erweitern. Gebäude seien abgerissen worden, Flächen für das Unternehmen genutzt. Im Ergebnis müssen wir nach Alternativen suchen. Das ehemalige Sportkasino ist eine gute Alternative und anstelle des BTZ sogar barrierefrei", heißt es aus dem Rathaus.

Es ist nicht der einzige Großenhainer Wahlbezirk, in dem die Wählerschaft am 9. Juni das Lokal wechseln muss. Betroffen ist auch Zabeltitz. Die dortige Sporthalle an der Grundschule steht am Wahlwochenende nicht zur Verfügung, weil sie als Unterkunft für die Teilnehmer der Landesmeisterschaften der Spielleute verplant ist. Deshalb wurde das Wahllokal in den Saal des Alten Schlosses verlegt.

Eine Änderung steht auch für den Ortsteil Colmnitz ins Haus. Früher befand sich das Wahllokal im alten Dorfgasthof. Doch das Gebäude ist verkauft worden. Deshalb erfolgt die Stimmabgabe im ehemaligen Feuerwehrgeräte- und zukünftigen Dorfgemeinschaftshaus.

Mit Blick auf die Landtagswahl am 1. September werden die Objektträger hinsichtlich der Nutzung angeschrieben und um Mithilfe gebeten. Denn nicht alle Gebäude gehören der Stadt Großenhain.

Mit dem Verschicken der Wahlbenachrichtigungen konnte die Briefwahl gestartet werden. Bislang wurde davon schon reichlich Gebrauch gemacht. Mit Stand vom Dienstagmorgen gaben 1.958 Wahlberechtigte ihre Stimme zur EU-Wahl ab. 1.932 Stimmabgaben zur Kommunalwahl wurden registriert.

Eine erfreuliche Nachricht: Alle 29 Wahlvorstände konnten in ausreichender Zahl besetzt werden. Da mehrere Wahlen in jedem Wahlbezirk auszuzählen sind, wurden sie mit bis zu acht statt üblicherweise sechs Wahlhelfern besetzt. Noch bis zum 31. Mai finden entsprechende Schulungen statt für Wahlvorsteher, deren Stellvertreter sowie die Schriftführer.

Die Beantragung der Wahlunterlagen mittels QR-Code läuft nach Auskunft des Rathauses hervorragend. Dies sei der schnellste und einfachste Weg. Beantragt werden könne noch bis zum 7. Juni, 18 Uhr. Letzte Abgabemöglichkeit ist am Wahltag selbst bis 18 Uhr im Rathaus.