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Hinschauen und Grenzen setzen

Mut zeigen und sich wehren, das wünscht sich SZ-Redakteurin Mareike Huisinga.

© Montage: SZ

Mobbing ist perfide und bedeutet nichts anderes als Gewalt. Opfer sind meistens schwächere Personen, die sich schlecht wehren können. Langzeitopfer nehmen diese Rolle oftmals an, was einer Selbstaufgabe gleicht. Nicht selten reagieren sie mit aggressiven Ausbrüchen, und werden so von der Außenwelt als Täter wahrgenommen. Es ist ein Teufelskreis. Wird einer aus einer Gemeinschaft ausgegrenzt, sollte sich jeder fragen, auf welche Seite er sich stellt. Steht er auf der Seite der Mehrheit, dann macht er sich selber mitschuldig. Mutig hingegen ist, Nein zu sagen und den Einzelnen zu schützen beziehungsweise ihn zu verteidigen.

Diesen Mut wünsche ich mir von allen Schülern, aber auch von den Lehrern und Eltern. Hinschauen hilft, um das Problem zu thematisieren und Grenzen zu setzen. Nur so kann die Spirale des Psychoterrors gestoppt werden, die für den Betroffenen großes Leid bedeutet.

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Kontakt: Mareike Huisinga

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