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Riesa

Historiker spricht über Todesmärsche

Kurz vor Kriegsende wurden zahlreiche KZ geräumt. Martin Clemens Winter erklärt im Stadtmuseum, was davon im Altkreis Riesa zu spüren war.

Ein Gedenkstein in Glaubitz erinnert an die Opfer des Faschismus (r.). Ein Vortrag im Stadtmuseum Riesa (l.) widmet sich den Todesmärschen kurz vor Kriegsende.
Ein Gedenkstein in Glaubitz erinnert an die Opfer des Faschismus (r.). Ein Vortrag im Stadtmuseum Riesa (l.) widmet sich den Todesmärschen kurz vor Kriegsende. © Sebastian Schultz

Riesa. Im Stadtmuseum Riesa findet am Dienstag, 25. August, ein Vortrag über die Todesmärsche zwischen Elbe und Röder im April 1945 statt. Beginn der Veranstaltung ist 17 Uhr. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die nationalsozialistischen Konzentrationslager geräumt. Die Häftlinge wurden von der SS auf mörderische Gewaltmärsche und Zugtransporte gezwungen, die sich mitten durch die Gesellschaft der Kriegsendphase bewegten.

Reservierung notwendig

Zu Gast in Riesa ist der Frankfurter Historiker Martin Clemens Winter. Er hat zu den Todesmärschen geforscht und insbesondere die Rolle der deutschen Bevölkerung während der KZ-Räumungstransporte untersucht. 

In seinem Vortrag legt er einen besonderen Schwerpunkt auf die Region um Riesa. An lokalen Beispielen werden verschiedene Gruppen von Beteiligten sowie typische Situationen, in denen es zu Gewalttaten gegen KZ-Häftlinge kam, analysiert. 

Der Vortrag sollte eigentlich bereits im April stattfinden, musste damals aber ausfallen. Er ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain mit dem Stadtmuseum Riesa. Aufgrund der derzeitigen Corona-Bestimmungen bittet das Museum um Vorreservierung der Karten. Der Eintritt ist frei! (SZ)

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