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Hoher Preis für billiges Essen

Nutzwerk-Redakteurin Gabriele Fleischer über gesunde Pflanzenvielfalt

Von Gabriele Fleischer
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Gabriele Fleischer
Gabriele Fleischer © SZ

Nicht nur von Sportlern werden immer höhere Leistungen gefordert, auch in Unternehmen steigt der Druck. Die Konkurrenz muss überboten werden, koste es, was es wolle – auch in der Agrarwirtschaft. Tadelloses Aussehen, lange Haltbarkeit und billige Angebote machen Lebensmittel aber nicht besser. Im Gegenteil. Pestizide und Gentechnik sorgen zwar für reiche Ausbeute, aber nicht für eine ausgewogene, gesunde Ernährung.

Kleine Landwirtschaftsbetriebe und Gärtner, die auf ökologischen Anbau und Pflanzenvielfalt achten, zeigen, wie es geht. Auch Initiativen, die Vielfalt fördern, sind lobenswert. Nur fehlt ihnen die Unterstützung, weil ihre Art zu wirtschaften eben nicht billig ist. Steuergeschenke bekommen die Agrarriesen. Hier muss die Förderpolitik gerechter werden. Denn immer mehr Menschen wollen gesund essen. Erst kürzlich haben 35 000 Menschen in Berlin dafür demonstriert.

So, wie schon Generationen vor uns für eine Vielfalt an Nahrungspflanzen gesorgt haben, sollte es gerade jetzt möglich sein, mit weitaus moderneren Mitteln. Ein Sortengemisch sichert die Ernährung besser – durch verschiedene Reifezeiten und Pflanzeneigenschaften, die totale Ernteausfälle nach Naturunbilden fast unmöglich machen. Höchste Zeit, hier etwas zu ändern.

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