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Aus Beobachtern werden Akteure – an vier nagelneuen Kochinseln

Nachhaltige Ernährung lässt sich in der neuen Küche der Kinder- und Jugendfarm gut vermitteln.

Elžbjeta Hoyer in der neuen Küche der Kinder- und Jugendfarm. Hier sollen in Zukunft Workshops für Schüler und Erwachsene stattfinden.
Elžbjeta Hoyer in der neuen Küche der Kinder- und Jugendfarm. Hier sollen in Zukunft Workshops für Schüler und Erwachsene stattfinden. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Die Wissensvermittlung zum Thema nachhaltige Ernährung soll künftig auf der Kinder- und Jugendfarm am Burgplatz 5 in Hoyerswerda eine noch wichtigere Rolle spielen. Und deshalb ist vor wenigen Tagen das umgebaute Erdgeschoss des Hauptgebäudes der Einrichtung an das Christlich-Soziale Bildungswerk (CSB) Sachsen als Träger übergeben worden.

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Jede Menge Neuerungen

Rund 215.000 Euro haben dem beauftragten Unternehmen bauhoys planungsgesellschaft mbH und weiteren Lausitzer Firmen zur Verfügung gestanden, um eine größere Lehrküche mit mehreren Kochinseln, einen modernen Schulungsraum sowie neue Büro- und Sanitärräume zu schaffen, berichtet der CSB-Mitarbeiter Ronny Schkoda. Finanzielle Unterstützung hat die EU im Rahmen ihres Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 gegeben. Das Projekt des Bildungswerkes heißt „Netzwerk für Ernährungsbildung zur nachhaltigen Entwicklung der Euroregion Neiße“ und beinhaltet deshalb auch Nutzungsmöglichkeiten für die neue Küche.

Wichtige Botschaft vermitteln

Schüler und Erwachsene werden dort, wenn es die Abstands- und Hygieneregeln während der Corona-Pandemie erlauben, die gesunde Ernährung durch aktives Mittun kennen lernen, erklärt Elžbjeta Hoyer. Sie ist Ökotrophologin und leitet schon seit 2019 die Außenstelle des Ernährungs- und Kräuterzentrums Panschwitz-Kuckau des CSB auf der Kinder- und Jugendfarm. Bisher konnten sich die Hoyerswerdaer Teilnehmer in der kleinen Vorführküche kaum an der Zubereitung der Speisen beteiligen. Nunmehr können sich an vier nagelneuen Kochinseln je sechs Schüler oder Erwachsene miteinander ausprobieren, sagt Elžbjeta Hoyer. Die wichtige Botschaft „Lebensmittel sind wertvoll“ will sie schon Kindern und Jugendlichen zusammen mit kreativen Rezepten zur Resteverwertung vermitteln. Das wird auf deutsch und polnisch geschehen, denn in den neuen Lehrküchen auf der Kinder- und Jugendfarm in Hoyerswerda und in Radomierz (Polen) sind gemeinsame Workshops für Schüler aus der Lausitz und Niederschlesien geplant. Diese werden, wie auch Erwachsene in Abendveranstaltungen, aus saisonalen, heimischen Lebensmitteln leckere, gesunde Gerichte zubereiten und verkosten, so die Ökotrophologin. Sie will auch das Haltbarmachen von Kräutern zeigen und verschiedene Getreidesorten vorstellen.

Inhalte im Internet abrufbar

Vertreter des CSB und der Naturwissenschaftlichen Universität Breslau haben dafür zweisprachige Bildungsmaterialien entwickelt, die sich an den deutschen und polnischen Lehrplänen orientieren. Diese Inhalte sind künftig auch im Internet über eine Lehr- und Lernplattform abrufbar.

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