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Dzien dobry, Hoyerswerda!

Die Familie Szymkiewicz ist nach Hoyerswerda gezogen – ihr gefällt es in der Stadt vieler Möglichkeiten und Vorzüge.

Am Hoyerswerdaer Natz / der Kulturfabrik: Andrzej Serwecinski (links), Inhaber des Deutsch-Polnischen Infobüros Hoyerswerda, mit der Familie Szymkiewicz.
Am Hoyerswerdaer Natz / der Kulturfabrik: Andrzej Serwecinski (links), Inhaber des Deutsch-Polnischen Infobüros Hoyerswerda, mit der Familie Szymkiewicz. © Foto: Uwe Jordan

Hoyerswerda. Von wegen – Hoyerswerda verliert nur Einwohner! Es gibt auch Menschen, die sich bewusst für die Stadt entscheiden – und nicht nur, wie meist in Görlitz, Ältere, die die malerische Altstadtkulisse von „Görliwood“ schätzen und ihren Lebensherbst dort verbringen wollen.

Hoyerswerda hat Zuzug von jungen Familien mit Kindern. Beispielsweise von Jarek Szymkiewicz (37), der mit Frau und Töchtern hierher kam. Um so erstaunlicher, weil er und seine Ehefrau Ania nicht im direkten Umland arbeiten, sondern bei Accumotive in Kamenz. Da hätte es nähergelegen, in der Lessingstadt ansässig zu werden, doch Jarek und Ania haben Hoyerswerda gewählt – weil die Stadt ihnen (fast) alles bietet, was für junge Familien Pluspunkte darstellt. Außerdem sind sie sich einig: „Hoyerswerda ist eine schöne Stadt!“ Zwar haben sie sie erstmals im Winter kennengelernt, in dem die Vorzüge nicht so sichtbar sind, aber in der hellen Jahreszeit zeigte sich, wie grün die Stadt ist; wie sehens- und erlebenswert das Umland und wie gut die Infrastruktur ausgebaut ist. Und so haben sie „dzień dobry“ zu Hoyerswerda gesagt: „Guten Tag“.

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100 Jahre und ein Tag im Eigenheim

Jarek Szymkiewicz stammt aus Trzebnica, bei Wrocław. Dort schloss er 1991 eine Berufsausbildung als Mechaniker für Kühlgeräte ab. Auf Accumotive wurde er im Internet aufmerksam: Zeitarbeitskräfte wurden für das Kamenzer Lithium-Ionen-Batterie-Werk gesucht. Jarek bewarb sich, erhielt eine Werkswohnung in Hoyerswerda und fand Gefallen an der Stadt. Nur die Entfernung zur Familie war störend. Als er nach zwei Jahren fest angestellt wurde („die Besten wurden übernommen“), stand eine Entscheidung an. Aber Ania musste nicht lange überzeugt werden – auch sie hatte Gefallen an Hoyerswerda gefunden.

Heute leben Szymkiewicz’ im WK V. Tochter Zuzanna (11) besucht die neue Oberschule (Jarek lobt deren große Unterstützung), Alicja (4) hat es ein bisschen weiter zur Sportbund-KiTa „Sausewind“ am Stadtrand. Das ist nun doch ein Wunsch: Dass das Stadtbus-Netz ein bisschen dichter gestrickt sein möge, um die Wege zu verkürzen. Obwohl der Lieblingsplatz das Lausitz-Center ist, ist die Familie gern in der Altstadt; nicht zuletzt im Natz, in dem die Kinder malen und basteln. Jarek soll Andrzej Serwecinski helfen, hier Simson-Benzin-Mopeds zu „Stromern“ umzubauen. Serwecinski ist Inhaber des Deutsch-Polnischen Infobüros in Hoyerswerda und gibt Sprachunterricht. Denn die Neu-Hoyerswerdaer möchten sich natürlich in der Sprache ihrer Wahlheimat verständigen. Die Kinder lernen Deutsch in der Schule und in der KiTa; die Eltern bei Serwecinski.

Natürlich hat Jarek einen Lebens-Plan: „Ich möchte 100 Jahre und einen Tag alt werden“ – im eigenen Einfamilienhaus.

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