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Kein Oktoberfest, aber alternative Pläne

Die Vorbereitungen für das Oktoberfest liefen bereits auf Hochtouren. Dann kam die Absage. Das Team der Lausitzhalle musste umplanen.

Anja Hillmann vom Team der Lausitzhalle.
Anja Hillmann vom Team der Lausitzhalle. © Archivfoto: Uwe Schulz

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Mit der Projektleiterin für Outdoor-Veranstaltungen, Anja Hillmann, sprach TAGEBLATT über bevorstehende Veranstaltungen, was bis zum Ende des Jahres vorgesehen ist.

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Wie lang war die coronabedingte Zwangspause und welche Herausforderungen ergaben sich daraus?

Das letzte Konzert unter normalen Bedingungen fand am 11. März 2020 statt. Seitdem befinden sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lausitzhalle in Kurzarbeit. Obgleich wir durch die Größe des Hauses in der Lage waren, Tagungen, Sitzungen und Kongresse für regionale, aber auch überregionale Kunden und Partner durchzuführen.

Wie fühlt es sich nun an, Veranstaltungen planen, organisieren und auch (wieder) durchführen zu können?

Die Veranstaltungsplanung und -durchführung ist unser Lebenselixier. Allerdings sind wir in unseren Planungen nach wie vor eingeschränkt, zum einen hängt das an der verordneten Kurzarbeit und zum anderen natürlich an den nach wie vor massiven Einschränkungen in der Durchführung verschiedener Veranstaltungen. Siehe Absage Stadtfest und so weiter… Die von außen auferlegte Bürokratie mit allen Auflagen, Hygienekonzepten setzt uns als Veranstalter natürlich Grenzen und beeinträchtigt jedes einzelne Vorhaben und erhöht den Planungsaufwand enorm.

Welche Events wurden zuletzt durchgeführt und wie war die Resonanz?

Es gab kleinere und größere, zum Teil nichtöffentliche, Tagungen und Sitzungen. Aber da war auch unsere Veranstaltungsreihe „Sommer im Atrium“, welche wir als Lebenszeichen an die Bürger dieser Stadt gesehen haben. Die Resonanz des Publikums war eher verhalten, wobei uns von Anfang an bewusst war, dass die Reihe – mit Klassik, Satire und dem gewissen Etwas – keine gewinnbringende sein wird. Dieser Hauch von Veranstaltungen und das Gefühl der Interaktion mit den Künstlern, hat uns als Mitarbeiter in jedem Fall bestärkt, voll loszulegen, sobald es uns erlaubt ist.

Was haben die Pandemie und damit verbundene Einschränkungen aus Veranstaltersicht mit den Besuchern gemacht?

Die Reaktionen der Gäste sind unterschiedlicher Natur: Es gibt viele, die uns sehr verständnisvoll gegenübertreten und auch nachempfinden können, dass wir selbst nicht die Regeln machen. Andere wiederum sind sehr erbost aufgrund der vielen Absagen und Einschränkungen in und um das Haus. Der Corona-Frust ist eben vor allem in der Freizeitgestaltung sehr hoch, und dazu zählen die regelmäßigen Besuche in der Lausitzhalle für viele Gäste dazu.

Gibt es wieder ein Oktoberfest? Wie laufen die Vorbereitungen?

Die Vorbereitungen auf das Oktoberfest mussten leider coronabedingt auf Eis gelegt werden... Eine instabile Inzidenz und die aktuell geltende Corona-Schutzverordnung vom 23. September des Landkreises Bautzen zwingen uns dazu. Tanzveranstaltungen im Innenbereich sind nicht umsetzbar – wegen der 3G-Nachweise, Kontaktverfolgung und permanenter Maskenpflicht. Bei allen Planungen müssen wir auch immer die Risiken für unsere Besucher und die betriebswirtschaftlichen Risiken beachten. Die Gesundheit unserer Gäste steht für uns an erster Stelle, und wir möchten da in jedem Fall kein großes Risiko eingehen.

Gibt es stattdessen eine alternative Idee?

Ja, am 3. Oktober, ab 10 Uhr, findet ein Familien-Frühshoppen mit der Big Band Klangfarben Jonsdorf auf dem Lausitzer Platz statt. Die Big Band spielt dabei in der Zeit von 11 bis 14 Uhr. Zudem gibt es gastronomische Versorgung.

Welche weiteren Termine und Vorhaben werden vom Team der Lausitzhalle geplant? Was sind die nächsten Ziele?

Mit der eben begonnenen neuen Spielzeit, den Planungen für das Weihnachtsmärchen und das Silvesterkonzert sowie anderen Veranstaltungen, wie Michael Hatzius „Echsoterik“, Karat, dem Jahreskonzert Orchester Lausitzer Braunkohle, Irish Dance, und vielen weiteren Höhepunkten ist unser Veranstaltungskalender im 4. Quartal wieder gut gefüllt. Wir hoffen auf das Zustandekommen all dieser Produktionen.


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