merken
PLUS Hoyerswerda

Neuordnung im Netz der Bushaltestellen

Eine Arbeitsgruppe hat sich in Lauta umgeschaut. Änderungen betreffen vor allem Laubusch. Alles ist noch nicht geklärt.

Nur noch die Beschriftung von zwei Bushaltestellen-Schildern erinnert an das einstige Kino von Lauta, das im November 1993 geschlossen und 2006 schließlich abgerissen wurde.
Nur noch die Beschriftung von zwei Bushaltestellen-Schildern erinnert an das einstige Kino von Lauta, das im November 1993 geschlossen und 2006 schließlich abgerissen wurde. © Archivfoto: Ralf Grunert

Lauta. Die Stadt Lauta räumt in ihrem Netz der Bushaltestellen auf. Manche erhalten einen neuen Standort, manche einen neuen Namen, andere eine andere Einstufung und wieder andere fallen ersatzlos weg. Eine eigens gebildete Arbeitsgruppe, bestehend aus jeweils einem Vertreter des Stadtrates, der Ortschaftsräte, einem sachkundigen Bürger und Vertretern der Stadtverwaltung, hat sich in den zurückliegenden Monaten mit der Thematik befasst.

Im April erfolgte eine Befahrung. Das so entstandene Papier wurde im Anschluss in den einzelnen Ortschaftsräten und im Kreise der Stadträte besprochen. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates folgte der Beschluss, der für zehn Haltestellen in Lauta und Laubusch Veränderungen vorsieht.

Sündenfrei Mittelalterveranstaltungen
Gut gerüstet für Ihre Sommerfeste?
Gut gerüstet für Ihre Sommerfeste?

Ob Ritterturniere, Stadtfeste, Firmenevents oder Weihnachts- und Mittelaltermärkte - die Agentur Sündenfrei ist der richtige Partner!

Bei vier Haltestellen wird sich lediglich die Ortsbezeichnung ändern. In Lauta wird aus Sozialstation Mittelstraße, aus Kino Rettungswache und aus Hans-Coppi-Schule Coppi-Schule. Die Haltestelle Am Markt in Laubusch erhält die Bezeichnung Kolonie.

Ersatzlos gestrichen wird nur eine Haltestelle, nämlich die in der Puschkinallee in Lauta. Hier hält derzeit lediglich die Linie von Senftenberg nach Hoyerswerda, so die Erläuterung in der Sitzung des Stadtrates. In Zukunft wird die Haltestalle am Bahnhof in Lauta von dieser Linie bedient.

Von einer Verlegung bei gleichzeitiger Einsparung sind vier Bushaltestellen betroffen, die sich alle in Laubusch befinden. So erfolgt eine Zusammenlegung der Haltestellen Volksbad und Grundschule zur neuen Haltestelle Laubusch Siedlung, in der auch die vorhandene Haltestelle Siedlung an einem noch zu bestimmenden Standort an der Hauptstraße irgendwo in der Mitte der Siedlung aufgehen soll. Zusätzlich will sich die Stadt um eine Verlegung der Haltestelle an der B 96 bemühen. Derzeit befindet sie sich aus Hoyerswerda kommend hinter der Kreuzung am Schwarzkollmer Bahnhof. In Zukunft soll der Standort vor der Kreuzung sein. Dieses Thema, so der Hinweis in der Ratsrunde, lasse sich aber erst mit dem Kreuzungsausbau klären.

Wegfallen wird die Haltestelle am ehemaligen Laubuscher Rathaus. Als Ersatz soll eine neue Haltestelle mit der Bezeichnung Laubusch Heimstätten in der Mitte zwischen dem Bäcker Mevius und dem Ärztehaus errichtet werden. Ursprünglich sollte auch die Haltestelle an der ehemaligen Brikettfabrik-Verwaltung eingespart werden. Just am Tage der Sitzung des Stadtrates erreichte den Bürgermeister die Bitte aus dem in diesem Gebäude ansässigen Internationalen Informatik- und Begegnungszentrum Sachsen, die Haltestelle zu erhalten. Unter der Bedingung, dass der aktuelle Zustand erhalten bleibt, von der Stadt auch in Zukunft kein Ausbau erwartet wird und die Einstufung als Bedarfshaltestelle erfolgt, waren die Stadträte damit einverstanden. Lediglich eine neue Beschilderung mit der Haltestellenbezeichnung Laubusch Gewerbepark wird es geben.

Noch keine Einigung wurde über den künftigen Standort der Bushaltestelle Am Markt, die – wie erwähnt – in Zukunft die Bezeichnung Kolonie tragen wird, erzielt. Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich vor, eine neue Haltestelle auf dem Gehweg vor der Kirchwiese zu errichten. Das gefällt aber weder dem Pfarrer noch Monika Simmank (TAGEBLATT berichtete). Die Leiterin der Laubuscher Grundschule, die ja mit dem neuen Schuljahr ihren Betrieb am Marktplatz aufnehmen wird, favorisiert den Verbleib der Haltestelle vor dem Hauptportal der Schule. „Mir geht es in erster Linie um die Sicherheit der Kinder und um die Frage, wo sie am wenigsten die Straße überqueren müssen“, erklärte sie im Stadtrat. Rechts oder links vom Hauptportal sei ausreichend Platz auch für Rollstuhlfahrer, so ihre Einschätzung. Woraufhin Bürgermeister Frank Lehmann klarstellte: Eine Rückverlegung von der Kirchwiese vor die Schule kommt nur infrage, wenn der Ausbau der Haltestelle dort ebenfalls förderfähig ist. „Das ist derzeit in Prüfung.“

Den Einwand des Laubuscher Ex-Ortsvorstehers Günter Schmidt, dass eine Haltestelle vor der Schule die tolle Ansicht des frisch sanierten Gebäudes beeinträchtige, ließ der Bürgermeister nicht gelten. „Wir sprechen hier von einem erhöhten Bord und einem Haltestellenschild.“

Aus der Haltestelle Laubusch Am Markt wird Laubusch Kolonie. Unklar ist noch der künftige Standort. Entweder verbleibt sie im Bereich des Hauptportals der Schule, oder sie wechselt auf den Gehweg (links Mitte) vor der Kirchwiese.
Aus der Haltestelle Laubusch Am Markt wird Laubusch Kolonie. Unklar ist noch der künftige Standort. Entweder verbleibt sie im Bereich des Hauptportals der Schule, oder sie wechselt auf den Gehweg (links Mitte) vor der Kirchwiese. © Archivfoto: Ralf Grunert

Mehr zum Thema Hoyerswerda