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Hoyerswerda

Not-Duo blieb chancen- und punktlos

Viertelfinale der Deutschen Meisterschaften der U 21 im Radball

Die Wiednitzer Patrick Richter (links) und Martin Schmidt, hier in der Auftaktpartie gegen Lippersdorf, standen auf verlorenem Posten – aber in allen Ehren!
Die Wiednitzer Patrick Richter (links) und Martin Schmidt, hier in der Auftaktpartie gegen Lippersdorf, standen auf verlorenem Posten – aber in allen Ehren! © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Wiednitz. Am letzten Sonnabend, dem 19. September, fand in der Radsporthalle am Jägerhof in Wiednitz das Viertelfinale zur Deutschen Meisterschaft im Radball (Altersklasse U 21) statt. Sechs Mannschaften kämpften um den Einzug ins Halbfinale. Wer dachte, dass die Einheimischen dabei ein gewichtiges Wörtchen würden mitreden oder gar das „Eine Runde weiter“ schaffen könnten, dem schwante wohl spätestens angesichts der Besetzung, dass es damit wohl nichts werden würde.

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Denn die Gastgeber vom RFV Wiednitz 1900 konnten nicht mit der Stammbesetzung antreten, sondern mussten eine Art Verlegenheits-Duo aufs Parkett schicken: Für Wiednitz traten Martin Schmidt und Patrick Richter an. Beide haben vorher noch nie (!) zusammengespielt. Dazu kommt: Martin Schmidt studiert und kann nur selten zum Training kommen. So musste das Duo nicht nur mit den Konkurrenten, sondern in erster Linie mit Trainingsrückstand und verständlicherweise fehlender Harmonie in den Spiel-Abläufen kämpfen. Da hat es eben doch nicht gereicht, denn die anderen Mannschaften waren leistungsmäßig ganz oben. Schade war: die Wiednitzer haben alle Spiele verloren. Für sie ist die Deutsche Meisterschaft U 21 beendet – aber anerkennenswert bleibt der Mut, sich trotz der vorab geschilderten Misslichkeiten dem aussichtslosen Wettbewerb zu stellen.

Die erste Partie hieß: Wiednitz gegen den SV Grün-Weiß Lippersdorf. Die Wiednitzer gaben alles und konnten schon nach 40 Sekunden 1:0 in Führung gehen. Lippersdorf glich aus, machte das 2:1 – doch Wiednitz egalisierte zum 2:2. Zur Pause stand es 3:4. In der 2. Halbzeit brachen die Wiednitzer ein und das Spiel endete 5:11.Am ärgerlichsten war die Partie der Wiednitzer gegen den Ludwigsfelder RC II: Hier hätte es den „Ehrensieg“ geben könne, ja: müssen, denn Martin Schmidt und Patrick Richter lagen zur Pause mit 4:1 vorn – verloren aber am Ende 5:6. Gegen die SG Chemie Zeitz war es eine klarere Sache. Das Gastgeber-Duo lag zur Pause 1:3 zurück, das Spiel endete 2:6. Knapper war’s gegen den RSV Hähnlein I: Hier war Wiednitz zur Pause nur 1:2 im Rückstand; da machte sich noch einmal so etwas wie Hoffnung breit – aber letztlich endete das Spiel 2:4. Aller Ehren wert war der finale Auftritt gegen den späteren Turniersieger RSV Sangerhausen: Auch hier hielten die Wiednitzer die Partie bis zur Halbzeitpause beim 1:2 offen – erst im zweiten Abschnitt machten die Sachsen-Anhaltiner es (relativ) deutlich: Das Spiel endete 2:7.Die ersten drei Mannschaften fahren zum Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft U 21. 

Abschlussstand

1. RSV Sangerhausen 34:10 Tore 13 Punkte
2. RSV Hähnlein I 16:11 Tore 12 Punkte
3. SG Chemie Zeitz 21:13 Tore 8 Punkte
4. SV Lippersdorf 20:26 Tore 6 Punkte
5. Ludwigsfelder RC II 13:26 Tore 4 Punkte
6. RFV Wiednitz 1900 16:34 Tore 0 Punkte  

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