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Neue Ausbildungsrichtung startet

Die Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe (BMS) nutzt die Zeit des Lockdowns.

Die neue Trainingseinheit bietet beste Voraussetzungen für angehende Pflegefachkräfte. Das freut auch Schulleiterin Evelyn Naupert (rechts), den stellvertretenden Schulleiter Torsten Rentsch und BMS-Mitarbeiterin Claudia Barthel.
Die neue Trainingseinheit bietet beste Voraussetzungen für angehende Pflegefachkräfte. Das freut auch Schulleiterin Evelyn Naupert (rechts), den stellvertretenden Schulleiter Torsten Rentsch und BMS-Mitarbeiterin Claudia Barthel. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Auf den Fluren und in den Klassenräumen herrscht gähnende Leere. Kein Schülerverkehr, kein Unterricht. Auch die Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe in der Friedrich-Löffler-Straße 24 hat geschlossen. Doch der erste Anschein trügt. Gibt es doch trotz des zweiten Lockdowns viel zu tun. Zählen die Lehrkräfte und Einrichtungsleiter sowie deren Kollegen doch zu jenen Menschen, die trotz massiver Einschränkungen immer wieder nach neuen Ideen suchen und den Kontakt zu allen Schülern halten, um aus der schwierigen Situation das Beste zu machen.

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Besonders jetzt zahlt sich das gegenseitige Miteinander und die eher familiär geprägte Atmosphäre der Schule sehr positiv aus. Erst kürzlich wurde einer jungen Mutter der Fernunterricht an einem Samstagvormittag ermöglicht, weil es durch die Umstände der Schülerin nicht anders umsetzbar war. „Es gibt immer genug zu tun. Wichtig ist, dass wir flexibel bleiben und uns dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt mit modernen Voraussetzungen und Motivation anpassen“, meint der stellvertretende Schulleiter Torsten Rentsch wie selbstverständlich. Und so erreichen die Schulen in der Region von der BMS auch weiterhin so genannte „Care Berufspakete“, was nichts anderes als „Pflege – Berufspakete“ heißt, um zukünftigen Absolventen Informationen über Ausbildungsangebote unterbreiten zu können. Bleibe doch die Zeit auch in Situationen von Corona-Lockdowns nicht stehen. „Wir nutzen die Zeit jetzt sinnvoll. Das müssen wir auch“, erklärt Claudia Barthel BMS-Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit. Seit der Gründung der Schule, die im kommenden Jahr 30-jähriges Jubiläum feiert, absolvierten bislang mehrere hunderte Schüler eine Ausbildung in Pflegeberufen. Die angebotene Palette bietet aber noch viel mehr und reicht von Heilerziehungspfleger, Physiotherapeut, Masseur und medizinischer Bademeister bis zu Erzieher, Ergotherapeut und Notfallsanitäter. Auch der Bereich der Fortbildungsangebote lässt mit den möglichen Qualifikationen zum Pflegedienstleister, Rettungsassistenten und Praxisanleiter fast keinen Wunsch offen.

Das Team um BMS-Leiterin Evelyn Naupert reagiert auch auf die demografische Entwicklung, den Strukturwandel in der Region und auf das neue Pflegeberufgesetz. Ab dem 1. März stellt sich die Schule den großen hohen Anforderungen, um zukünftig Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen auszubilden. Um den hohen Standard gerecht werden zu können, wurde in der Bildungsstätte eigens dafür sogenannte Skills-Labs eingerichtet. Man kann es auch ganz einfach Trainingseinheit nennen, die Auszubildenden authentische Voraussetzungen für zu pflegende Menschen im stationären wie auch im häuslichen Bereich ermöglicht. So ist die völlig normale Enge in einem nachgestellten Schlafzimmer vorzufinden wie auch die sehr begrenzten Maße eines eingerichteten Badezimmers in einer Wohnung. Alles Gegebenheiten, die besonders in Pflegeberufen zur Normalität gehören und gelernt sein wollen. Ein Pflegebett mit einer Dummy-Puppe ermöglicht zu Beginn die authentische Schulung an einem zu pflegenden Menschen.

Natürlich greift auch bei dieser Ausbildungsrichtung im Bereich der Praxis die etablierte und langjährige Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern.

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