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Löbau

Im Isergebirge versteckt sich ein Raubtier

Das Magistrat in Jablonec warnt aktuell vor Spaziergängen in der freien Natur. Woher die unbekannte Raubkatze stammt, ist unklar. Doch wie gefährlich ist das Tier?

Das unbekannte Tier streift durchs Isergebirge.
Das unbekannte Tier streift durchs Isergebirge. © Stadt Gablonz

Ein exotisches katzenartiges Raubtier läuft durch das Isergebirge. Zum ersten Mal wurde es Ende vergangener Woche von Menschen auf dem Proschwitzer Kamm (Prosečský hřeben) beobachtet, am Wochenende dann in Wurzelsdorf (Kořenov). „Wir erhielten  einige Tipps, wo sich das Tier aufhält, es waren aber Falschmeldungen. Das Tier ist immer noch in freier Natur“, informiert die Sprecherin der Jablonecer Magistrats, Jana Fričová.

Laut Aussagen von Frau Fričová wiege die Wildkatze etwa 100 Kilogramm, so schätzen die Behörden. Das Tier stammt offenbar aus einer nicht registrierten Zucht. Die Zucht solcher Raubkatzen muss registriert werden und kein angemeldeter Züchter vermisst ein Tier, heißt es von der Behörde.  Die Wildkatze könne sich in einem Radius von dutzenden Kilometern bewegen. „Wir empfehlen, auf Spaziergänge zu verzichten. Die Warnung gilt auch für Hundebesitzer, Pilzsammler und Kindergruppen “, sagt die Magistrats-Sprecherin. Im Einsatz sind Polizei und Jägerverbände.

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„Weil es sich höchstwahrscheinlich um ein internationales geschütztes Tier handelt, dürfen wir es nicht jagen, sondern nur fangen“, erklärte der Vertreter des Direktors der Jablonecer Stadtpolizei Michal Švarc. Leute, die auf das Raubtier treffen, sollten unbedingt die Polizei rufen. Die tschechische Polizei ist unter 156 oder 158 zu erreichen. Bei der Begegnung mit dem Raubtier sollte man keine schnelle Bewegung machen oder sich der Katze mit dem Rücken zuwenden. „Am besten sich langsam und vorsichtig nach hinten zurückziehen“, rät Frau Fričová. 

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