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Pulsnitz: Aufschläge vom Profi lernen

Beim Pulsnitzer Tennisclub trainieren rund 40 Kinder - jetzt konnten sie das mit einem besonderen Gast und ungewohnten Geräten tun.

Von den Profis lernen: Im Pulsnitzer Tennis-Camp zeigt Sachsentrainer Volker Schmidt Feline (vorn), wie sie am besten den Ball zu nehmen hat. Lena (hinten) und Henriette schauen zu.
Von den Profis lernen: Im Pulsnitzer Tennis-Camp zeigt Sachsentrainer Volker Schmidt Feline (vorn), wie sie am besten den Ball zu nehmen hat. Lena (hinten) und Henriette schauen zu. © René Plaul

Pulsnitz. Überall kullern die gelben Bälle herum, einige fliegen durch die Luft, begleitet von euphorischen Rufen, wenn der Tennisball dahin saust, wohin er soll. Das ist nicht immer der Fall. Die Spieler sind Kinder und Jugendliche. Und das, was bei den Profis so leicht und spielerisch aussieht, offenbart hier, wie schwierig es doch ist, das Runde richtig mit dem Ovalen zu treffen. „Tennis ist eine technisch und athletisch schwierige, anspruchsvolle Sportart“, kann der Kinder- und Jugendtrainer des Pulsnitzer Tennisclubs Jürgen Zimmermann bestätigen.

23 Kinder aus Pulsnitz und Umgebung nutzten das Angebot des Vereines, an vier Tagen hintereinander in einem Camp intensiv Tennis zu spielen und Aufschlag, Vorhand, Rückhand und ebenso die Bewegungsabläufe zu trainieren.

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Seit 2018 gibt es im Pulsnitzer Tennisclub wieder eine Kindermannschaft. „Die Initialzündung war das erste Trainingscamp. Da waren neun Kinder dabei, sechs blieben im Verein, und von da an lief es“, kann Trainer Jürgen Zimmermann berichten. Und auch, dass inzwischen von den rund 130 Vereinsmitgliedern etwa 40 Kinder sind, die zu den freitäglichen Übungsstunden kommen. Für die Camps gibt es inzwischen mehr Bewerber als Plätze. „Es hat aber keinen Sinn, mehr Kinder teilnehmen zu lassen, das wäre auf unsern vier Plätzen zu viel“, bedauert er.

Jugendmannschaft im Punktspielbetrieb

Vereinsvorsitzender Jörg Lunze sagt: „Für unseren Club ist das eine sehr schöne Belebung. Wir haben, wie viele andere Vereine auch, mehr ältere als jüngere Mitglieder. Als ich vor vier Jahren den Vorsitz übernahm, trainierten hier keine Kinder. Dann kam der Jürgen Zimmermann, gerade Rentner geworden, und sagte: Ich habe Zeit, ich will was machen. So hat es angefangen“.

Und inzwischen gibt es eine U-18-Mannschaft, die in der ersten Kreisklasse Ostsachsenliga mitmischt. Und gespielt und trainiert wird nicht nur im Sommer auf dem Pulsnitzer Platz, sondern auch im Winter in der Halle in Rammenau. „Und wir hoffen, ab nächstem Jahr noch eine zweite Kinder- und Jugendmannschaft im Punktspielbetrieb zu haben“, ergänzt Jürgen Zimmermann.

Er kann eine Entwicklung bestätigen, die in letzter Zeit immer mal wieder Schlagzeilen machte: Einige Kinder haben erhebliche Defizite bei der Bewegungskoordination und der Physis. „Doch hier ändert sich das schnell, lernen die Kinder, sich zu richtig zu bewegen, werden sicherer“. Dabei hilft auch die Motivation, wie sie in dem Trainingscamp geboten wird.

Sachsentrainer Volker Schmidt zu Gast

An einem Camp-Tag war Volker Schmidt, Trainer im sächsischen Tennisverband, dabei und bot eine professionelle Trainingseinheit an. Er hatte eine mobile Tenniswand, eine Geschwindigkeitsmessanlage und eine mobile Ballmaschine dabei – alles Dinge, die es auf dem Pulsnitzer Courts nicht gibt.

„Zuerst hat er sich alle Teilnehmer des Camps angesehen, wie sie mit dem Schläger umgehen, sich bewegen. Nachmittags konnten die Kinder und Jugendlichen das Sportabzeichen erwerben. Sie mussten Schläge zeigen, auch in Zielfelder spielen und Aufschläge demonstrieren. Für alles gab es Punkte. Zum Schluss noch einen Athletiktest. Es gab zwar kein Goldenes Abzeichen, dafür haben aber alle Silber oder Bronze erreicht, das ist klasse“, freut sich der Nachwuchstrainer. Und ebenso freute er sich, dass der Profi die Pulsnitzer Anlage als vorbildlich lobte.

Das Kindertraining freitags ab 15 Uhr statt.

Mehr Infos gibt es im Internet.

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