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Kamenz
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Hallenbad Kamenz: Neubau wird jetzt ohne Außenbecken geplant

Stadt und Landkreis haben sich für den geplanten Neubau des Hallenbades in Kamenz auf einen Kompromiss geeinigt. Was er vorsieht und wie es jetzt weitergeht.

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Der Bauzustand des Hallenbades in Kamenz ist schlecht. Deshalb soll ein Neubau errichtet werden. Die Planung dafür wird jetzt abgespeckt.
Der Bauzustand des Hallenbades in Kamenz ist schlecht. Deshalb soll ein Neubau errichtet werden. Die Planung dafür wird jetzt abgespeckt. © Archivfoto: Matthias Schumann

Kamenz. Die Stadt Kamenz und der Landkreis Bautzen haben sich beim geplanten Neubau des Hallenbades in Kamenz auf einen Kompromiss geeinigt. Dieser sieht vor, das vorgesehene Projekt eines neu zu errichtenden Kombibades zunächst ohne ein Außenbecken weiter zu planen. Dieses könnte zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden. Das berichtet Landkreissprecherin Frances Lein.

Das zwischen beiden Seiten abgestimmte Vorgehen macht einen neuen Projektantrag bei den Strukturwandel-Geldern notwendig. Dieser soll kurzfristig beim Regionalen Begleitausschuss eingereicht und von diesem im Herbst 2023 behandelt werden.

Trotz schwieriger Finanzlage: Kreis hält am Bad fest

Zudem schließen die Stadt Kamenz und der Landkreis nicht mehr aus, für die notwendige Investition und den künftigen Badbetrieb einen gemeinsamen Zweckverband zu gründen - sofern der Kreistag dem zustimmt. "Wir hoffen, dass mit dieser Variante die Zukunft des Bades gesichert werden kann. Der bauliche Zustand und die in die Jahre gekommene Technik erfordern ein schnelles Handeln", sagt Jörg Szewczyk, Erster Beigeordneter des Landkreises Bautzen. Der Landkreis zeige damit, dass er trotz der schwierigen finanziellen Lage am Bad, das sich seit der Kreisreform 2008 im Eigentum des Landkreises Bautzen befindet, festhalte.

Badneubau kostet voraussichtlich 31 Millionen Euro

"Ich bin froh, dass wir uns nach dem vielen Hin und Her nun auf einen vernünftigen Kompromiss einigen konnten", sagt der Kamenzer OB Roland Dantz (parteilos). "Das Außenbecken zu opfern, fällt uns nicht leicht, wir wollen dies aber als Option für die Zukunft des Badneubaus im Blick behalten."

Stadt und Landkreis gehen davon aus, dass der Neubau im geänderten Umfang zwar weiterhin rund 31 Millionen Euro kosten wird. Mit einem neuen Energiekonzept und entsprechenden energetischen Neuerungen sollen jedoch die Betriebskosten signifikant gegenüber den bisherigen Prognosen gesenkt werden.

Der Baustart ist frühestens im Juni 2027 möglich - eine positive Bewertung im Antrags- und Förderverfahren vorausgesetzt. Dann könnte das neue Bad voraussichtlich Ende 2029 öffnen. (SZ)