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Kamenz: Neue Idee fürs Hallenbad

Noch immer ist unklar, wie der Neubau für die Schwimmhalle finanziert werden soll. Jetzt gibt es einen Vorschlag - der das Bad auch noch attraktiver machen soll.

Das Kamenzer Hallenbad aus DDR-Zeiten soll durch einen modernen Neubau ersetzt werden - doch dessen Finanzierung ist noch nicht geklärt.
Das Kamenzer Hallenbad aus DDR-Zeiten soll durch einen modernen Neubau ersetzt werden - doch dessen Finanzierung ist noch nicht geklärt. © Archivfoto: Matthias Schumann

Bautzen. Das Kamenzer Hallenbad sorgte schon mehrfach für Wellen im Kreistag Bautzen - so auch zur jüngsten Sitzung am Montag. Allerdings schlugen die Wellen - um im Bilde zu bleiben - diesmal nicht über den Beckenrand. Denn so viel Wind gab es diesmal nicht, dafür eine überraschende Neuigkeit, über die jetzt alle erst einmal nachdenken.

Rückblick: Der Altbau aus DDR-Zeiten wurde 1995 saniert, ist aber dennoch verschlissen und soll durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt werden. Damit soll vor allem auch der Schwimmunterricht für 36 Grundschulen gesichert werden - darin sind sich alle einig.

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Fünf Bahnen - oder lieber sechs plus Sauna?

Nach hohen Wellen in vergangenen Kreistagssitzungen waren sich die Abgeordneten weitgehend einig geworden, für das neue Hallenbad zwei Varianten untersuchen zu lassen. Diese liegen inzwischen vor. Variante eins sieht ein Schwimmerbecken mit fünf Bahnen vor. Dies würde unterm Strich knapp 16 Millionen Euro kosten. Etwa zwei Millionen Euro teurer wäre Variante zwei mit sechs Bahnen und einer finnischen Sauna mit Sanitär- und Ruhebereich.

Allein aus eigenen Mitteln kann der Landkreis, in dessen Trägerschaft sich das Hallenbad befindet, den Neubau nicht stemmen. Also werden, so Vize-Landrat Udo Witschas (CDU), Möglichkeiten gesucht, um Fördergelder zu bekommen. Geprüft wurde unter anderem, ob das Projekt im Rahmen des Strukturwandels gefördert werden könnte - also aus dem sogenannten Kohle-Topf. Doch das kommt nicht infrage, da es sich um keinen kompletten Neubau handelt, sondern um den Ersatz eines vorhandenen Gebäudes.

Deshalb sucht das Landratsamt weiter nach Fördermöglichkeiten. Sobald es dazu Szenarien gibt, wird sich der Kreistag wieder mit dem Thema befassen.

Stadt Kamenz bringt Zweckverband ins Gespräch

Einen Weg zu den Geldtöpfen ebnet möglicherweise ein Vorschlag der Kamenzer Stadtverwaltung: Das Rathaus der Lessingstadt hat im Mai eine gemeinsame Trägerschaft für ein Kombibad ins Gespräch gebracht. Gemeinsame Trägerschaft hieße ein Zweckverband von Landkreis und Stadt Kamenz, Kombibad hieße sowohl Innen- als auch Außenbereich. Der Landkreis würde dafür keine Förderung bekommen können - aber eine Stadt wie Kamenz vielleicht.

Das wird jetzt geprüft, ebenso wie die Idee der Kamenzer für einen Zweckverband. Wenn es dazu neue Erkenntnisse gibt, werden möglicherweise wieder Wellen im Kreistag schlagen. Wie hoch, bleibt abzuwarten.

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