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Kein Hochhaus an der Florian-Geyer-Straße

Der Stadtrat lehnt die Pläne ab, Sozialwohnungen sollen in Johannstadt aber gebaut werden. 

Blick in den Dresdner Stadtrat.
Blick in den Dresdner Stadtrat. © Christian Juppe

Lange schwelte der Streit um das geplante Hochhaus an der Florian-Geyer-Straße. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft WID wollte dort einen 16-Geschosser und einen Siebengeschosser mit 132 Wohnungen bauen. Gegen die Sozialwohnungen gab es aber Bedenken der Nachbarn, eine Bürgerinitiative (BI) brachte eine Petition dagegen ein. Am Donnerstag war Peter Jeschke von der BI im Stadtrat und erklärte: „Wir werden nicht aufgeben und weiter kämpfen, wenn Sie die Petition ablehnen.“

Doch es kam tatsächlich anders. Die Stadträte stimmten für die Petition. Demnach wird an der Stelle kein Hochhaus errichtet. Stattdessen wird weiter geplant, in welcher Form Sozialwohnungen an der Florian-Geyer-Straße gebaut werden.

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Grüne und SPD hatten zuvor versucht, einen Kompromiss zu finden: ein flacheres Hochhaus, auf den Siebengeschosser verzichten, das Gebäude verrücken. Doch trotz aller Bekenntnisse, wie wichtig der Bau von Sozialwohnungen sei, stimmte der Rat gegen das Hochhaus.

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„Wir müssen die Entstehung von sozialen Brennpunkten vermeiden“, argumentierte CDU-Stadtrat Hans-Joachim Brauns. Dem hielt Vincent Drews (SPD) entgegen, dass rund 100.000 Dresdner einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben, die für WID-Wohnungen benötigt wird. Dabei handelt es sich nicht nur um „Sozialfälle“, sondern auch um Geringverdiener, deren Einkommen nicht ausreicht, um eine bezahlbare Wohnung in Dresden zu finden. „Diesen Leuten können Sie doch nicht sagen, sie verursachen soziale Brennpunkte“, so Drews.

Die Pläne der WID wirft das zurück. Das Hochhaus war das bisher größte Projekt der noch neuen Gesellschaft. (SZ/awe)