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Döbeln

Geld für Bahnhöfe in Leisnig und Freiberg

Bisher hält sich dort niemand länger als nötig auf. Das soll sich ändern. In Leisnig legen die neuen Eigentümer fleißig los. Damit locken sie Neugierige an.

Der Bahnhof Leisnig soll Geld aus dem Konjunkturpaket „Corona-Folgen bekämpfen“ erhalten. Davon profitieren Bahnreisende, künftige Bahnhofsbesucher und Handwerker gleichermaßen.
Der Bahnhof Leisnig soll Geld aus dem Konjunkturpaket „Corona-Folgen bekämpfen“ erhalten. Davon profitieren Bahnreisende, künftige Bahnhofsbesucher und Handwerker gleichermaßen. © Dietmar Thomas

Leisnig/Freiberg. Bundesweit sollen noch in diesem Jahr fast 170 Bahnhöfe verschönert werden. Dafür gibt es Geld vom Bund. Der hat ein Sofortprogramm beschlossen.

 Darüber freut sich die mittelsächsische Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) insofern besonders, weil davon auch zwei Bahnhöfe in der Region profitieren sollen: der in der Kreisstadt Freiberg sowie der in Leisnig.

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Im Autohaus Dresden gilt: Wenn Mitarbeiter gute Leistungen zeigen, dürfen sie ihr ganzes Potential entfalten. Da ist so mancher schnelle Aufstieg möglich.

„Wir fördern kleine Maßnahmen mit großer Wirkung“, stellt Veronika Bellmann in Aussicht. In Freiberg sollen für 80.000 Euro unter anderem Bodenbeläge getauscht werden.

40 Millionen Euro im "Paket"

„Am Bahnhof in Leisnig ist geplant, Treppen, Zugänge, Zäune und Dächer zu erneuern“, sagt sie weiter. Dafür stünden 115.000 Euro zur Verfügung. 

Ohne diese Unterstützung vom Bund würden wohl weder die Bahn noch private Eigentümer Geld dafür ausgeben wollen oder können, das Umfeld der Bahnhöfe attraktiver zu gestalten. 

Doch genau das ist das Anliegen des Bundesprogramms. Es ist Veronika Bellmann zufolge Teil des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets. Das ist 40 Millionen Euro schwer und steht unter der Überschrift „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken.“

Handwerker können sofort loslegen

Auf die Umsetzung soll nicht lange gewartet werden: „Maler, Gerüstbauer, Elektroinstallateure und andere Handwerker können sofort loslegen“, stellt die Bundespolitikerin in Aussicht. 

Insgesamt gefördert werden neue Treppenbeläge, mehr Barrierefreiheit, komfortablere Wartebereiche, neue Informationssysteme oder effizientere Beleuchtungen. „Gewinner sind der Mittelstand und die Bahnkunden“, so Veronika Bellmann.

Tatkräftige wie finanzielle Hilfe beim Renovieren und Verschönern des Umfeldes können die neuen Eigentümer des Bahnhofsgebäudes wirklich gut gebrauchen.

Noch offen für Ideen und Mitstreiter

Auch sie würden dabei gern das regionale Handwerk unterstützen, kleineren Handwerkern sogar anbieten, sich ihre Werkstatt im Bahnhof einzurichten. 

Eine kleine Stadtinformation mit Angeboten für Touristen können sie sich ebenfalls gut vorstellen. Und sie bieten an, den direkten Zugang zwischen Vorplatz und den Gleisen – mitten durch das Bahnhofsgebäude – wieder zu öffnen. 

Alles Dinge, die mit dem Förderanliegen der Bundesregierung konform gehen.Die Bahnhöfe für Reisende schöner zu machen und die „Aufenthaltsqualität zu steigern“, das ist im Sinne von Bund und Bahn wie der privaten Eigentümer des Leisniger Bahnhofes.

Künstlerinitiative legt los

Veronika Bellmann bezeichnet sie als Künstlerinitiative. Tatsächlich sind alle der vier Besitzer Berufs- oder Freizeitmusiker, geben Musikunterricht, bald auch im „Kulturbahnhof Leisnig“. 

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Im ehemaligen Bahnhof passiert Unglaubliches. Davon können sich Vereine am Freitag und alle weiteren Neugierigen am 12. und 13. September überzeugen.

Dort soll es außerdem Konzerte, Musikworkshops und vieles andere mehr geben.

Termin: Sich und ihre Pläne stellen die neuen Bahnhofsbesitzer am 12. September bei einem Tag der offenen Tür vor. 

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