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Kommt der Streik an der Kreismusikschule?

Kuweit-Chef Peter Hesse bietet der Gewerkschaft erstmals Verhandlungen nur für die Musikschullehrer an, hat aber selbst auch Forderungen. Verdi willigt zunächst in Gespräche ein.

Lehrer der Kreismusikschule Dreiländereck fordern einen Tarifvertrag. © Archivfoto: André Schulze

Bereit für Sondierungsgespräche mit der Gewerkschaft ist der Geschäftsführer der kreiseigenen Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH (Kuweit), Peter Hesse. Das habe er der Gewerkschaft Verdi geantwortet, die im Streit um einen Tarifvertrag für die Lehrer der Kreismusikschule bis zum vergangenen Freitag ein Ultimatum gestellt hatte. Er wünsche sich seinerseits aber eine unvoreingenommene Verhandlungsführung seitens der Gewerkschaft, betonte er. Zuletzt hatte es immer wieder harsche Vorwürfe zwischen Michael Kopp von Verdi und Kreis und Kuweit gegeben. Hesse möchte bei den Gesprächen auch erfahren, wie sich die Gewerkschaft die Behandlung zweier weitere Gruppierungen innerhalb der Musikschule vorstellt: zum einen der Festangestellten, die keine ausreichende Qualifikation nachweisen können, um Tarif zu erhalten, und vor allem aber der Honorarkräfte, die ohnehin weniger verdienen als Festangestellte.

Bislang hatte Hesse es stetig abgelehnt, nur über Verbesserungen oder gar einen Haustarifvertrag ausschließlich für Musikschulangestellte zu verhandeln. Dass es Nachbesserungsbedarf gibt, hat er nicht bestritten. Sein Ziel war es jedoch, allen Mitarbeitern der Kuweit unter deren Dach auch der Volkshochschule des Landkreises sowie Bibliotheken sind, Verbesserungen anzubieten. Dieses Ziel verfolge man aktuell beispielsweise auch mit höheren Zuschüssen des Landkreises, die bereits in diesem Jahr Verbesserungen bringen werden, betont Hesse.

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Die Gewerkschaft hat gegenüber Sächsische.de bestätigt, dass man bereit sei, sich für ein erstes Gespräch zu treffen. Dies soll nun am Dienstagvormittag geschehen. Gewerkschafter Michael Kopp machte klar, dass man für die Gespräche den Streik aussetzen werde. Sollten die Gespräche aber nicht zum gewünschten Erfolg führen, werden die Streiks fortgesetzt. "Das Gesprächsangebot ist eine positive Geste", betonte Kopp. Erfolgreich sei ein solcher Termin aber nur, wenn am Ende eine konkrete Zusage zu Verhandlungen über einen Haustarifvertrag stehen.

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