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"Das Lehrerzimmer" für spanischen Filmpreis Goya nominiert

Nicht nur für den Auslands-Oscar geht der deutsche Streifen von Ilker Çatak ins Rennen. Der Film über den Konflikt in einer Schule soll jetzt auch einen spanischen Filmpreis holen.

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Leonie Benesch (M) sitzt in dem Film "Das Lehrerzimmer" mit Kolleginnen zusammen. Der Film geht ins Rennen um den spanischen "Goya 2024".
Leonie Benesch (M) sitzt in dem Film "Das Lehrerzimmer" mit Kolleginnen zusammen. Der Film geht ins Rennen um den spanischen "Goya 2024". © Judith Kaufmann/Alamode/dpa

Madrid. Das deutsche Drama "Das Lehrerzimmer" von Regisseur Ilker Çatak ist für den spanischen Goya-Filmpreis 2024 nominiert worden. Der Streifen geht am 10. Februar in Valladolid in der Kategorie "Bester Europäischer Film" ins Rennen, wie die Jury am Donnerstag mitteilte. In dieser Sparte treten außerdem "Aftersun" (Großbritannien), "Safe Place" (Kroatien), "Anatomie d'une chute" (Frankreich) sowie "Le otto montagne" (Italien) an.

"Das Lehrerzimmer" handelt von einem Konflikt an einer Schule. Im Mittelpunkt steht eine Lehrerin (Leonie Benesch), die zur Aufklärung einer Diebstahlserie im Lehrerzimmer heimlich eine Kamera installiert. Der in Hamburg gedrehte Film könnte im März für Deutschland auch ins Rennen um den Auslands-Oscar gehen. Mitte Dezember gibt die Akademie in Los Angeles eine Shortlist mit 15 Bewerbern bekannt. Fünf davon kommen im Januar in die Endrunde.

Der Goya wird von der spanischen Akademie der Künste und Filmwissenschaften seit 1987 jedes Jahr vergeben. Er ist nach dem spanischen Maler Francisco de Goya benannt. Die Trophäe ist eine Bronzebüste von Goya. Für die kommende Ausgabe erhielt der spanische Coming-of-Age-Film "20.000 Arten von Bienen" von Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren die meisten Nominierungen, nämlich 15. Hauptdarstellerin Sofía Otero, die im Februar mit gerade einmal neun Jahren mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde, wird aber leer ausgehen. Der Grund: Bei den Goyas gilt ein Mindestalter von 16 Jahren. In Berlin war Otero nach Angaben der Organisatoren die jüngste Gewinnerin in der Geschichte der Berlinale. (dpa)