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Leipzig erweitert Unterkunft für Geflüchtete

Im Süden der Stadt Leipzig soll eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge ausgebaut werden. Kostenpunkt: 4,1 Millionen Euro. In gut einem Jahr soll alles fertig sein.

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Stockbetten stehen in einem abgetrennten Bereich im ehemaligen Flughafen Berlin-Tegel. Das ist eine Notlösung. Auch Leipzig hat Probleme mit der Unterbringung.
Stockbetten stehen in einem abgetrennten Bereich im ehemaligen Flughafen Berlin-Tegel. Das ist eine Notlösung. Auch Leipzig hat Probleme mit der Unterbringung. © dpa-Zentralbild

Leipzig. Die Stadt Leipzig will eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge im südlichen Stadtteil Dölitz-Dösen erheblich ausbauen. Der Standort solle um 96 Plätze erweitert werden, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Derzeit reiche die Unterkunft in der Friederikenstraße für bis zu 250 Menschen.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) habe einen entsprechenden Vorschlag von Bürgermeisterin Martina Münch (ebenfalls SPD) bestätigt. Der Stadtrat soll im Juni über die dafür notwendigen Investitionen in Höhe von 4,1 Millionen Euro entscheiden. Die Bauarbeiten sollen im Oktober 2023 beginnen und im März 2024 abgeschlossen werden. Im April 2024 sei die Inbetriebnahme des neuen Komplexes vorgesehen.

Die Baupläne sehen vor, vier Gebäude in modularer Bauweise zu errichten. Diese hätten abgeschlossene Wohnbereiche mit jeweils drei Zimmern für Wohnen und Schlafen, einen Aufenthaltsbereich, eine Küchenzeile sowie Toiletten und Duschen.

Den Angaben zufolge sind in Leipzig derzeit alle Plätze in bestehenden Gemeinschaftsunterkünften belegt. Die Stadt müsse daher vorübergehend Notunterkünfte betreiben. Bis Ende Februar 2023 waren in Leipzig rund 5.500 Geflüchtete untergebracht, davon rund 3.300 Asylbewerber. (SZ/uwo)