Leipzig
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Stadt Leipzig will Eckhaus zur Asylunterkunft umbauen

Die Stadt Leipzig will ein Gebäude zu einem Mehrfamilienhaus für Geflüchtete umbauen. Anfang 2026 könnten die ersten Bewohner einziehen.

Von Fionn Klose
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Die Stadt Leipzig hat in ihren Gemeinschaftsunterkünften keinen Platz mehr.
Die Stadt Leipzig hat in ihren Gemeinschaftsunterkünften keinen Platz mehr. © dpa

Leipzig. In Leipzig soll ein Eckhaus an der Leipziger Straße zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden. Wie die Stadt Leipzig mitteilt, sollen dort Wohnungen für geflüchtete Familien entstehen.

Eine Wohnung im Erdgeschoss soll behindertengerecht eingerichtet werden. "Darüber hinaus entstehen in diesem Bereich barrierefreie Gemeinschafts- und Beratungsräume", so die Stadt. Die Aufnahmekapazität liege bei circa 40 Menschen.

Ab dem zweiten Quartal 2024 soll gebaut werden, bis Ende 2025 sollen die Arbeiten beendet sein. Anfang 2026 könnten dann die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen. Laut Stadt stehe das Gebäude seit zehn Jahren leer. Im Erdgeschoss gab es mal ein Restaurant, die oberen Etagen dienten als Büroräume. Wer die soziale Betreuung und Bewirtschaftung übernehmen wird, stehe noch nicht fest.

Das Leipziger Sozialamt sucht in der ganzen Stadt nach Flächen und Häusern für Flüchtlingsunterkünfte. Die vorhandenen Kapazitäten sind laut Stadt alle erschöpft. Geflüchtete müssen in Notunterkünften wie Zelten oder Containern einquartiert werden. Ende September waren insgesamt rund 5.900 Personen in städtischen Quartieren untergebracht. Davon lebten gut 4.200 in Gemeinschafts- und Notunterkünften sowie in fast 1.300 Wohnungen. Erst im August war im ehemaligen Hotel Gutenberg-Galerie eine Unterkunft entstanden. (SZ)