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Nach Aktenzeichen XY: Keine heiße Spur im Fall der vermissten Leipziger Studentin

Vor 1.007 Tagen verließ eine Studentin aus Leipzig ihre Wohngemeinschaft und verschwand spurlos. Die Polizei wandte sich im ZDF an die Öffentlichkeit- bisher ohne Erfolg.

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In der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY präsentiert Moderator Rudi Cerne den Zuschauern ungelöste Fälle. Auch im Fall von Yolanda Klug hofft die Polizei auf Hilfe durch die Öffentlichkeit.
In der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY präsentiert Moderator Rudi Cerne den Zuschauern ungelöste Fälle. Auch im Fall von Yolanda Klug hofft die Polizei auf Hilfe durch die Öffentlichkeit. © Polizei Liepzig/dpa

Leipzig. Die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ungelöst hat sich am Mittwoch einem Fall aus Leipzig angenommen. Yolanda Klug verließ am 25. September 2019 ihre WG in der Leipziger Körnerstraße und gilt seitdem als vermisst. Die damals 23-Jährige war nach Angaben der Leipziger Polizei auf dem Weg zu einem Möbelcenter in Günthersdorf. Zuletzt hatte ein Zeuge die Studentin in einem Bus in der Nähe des Leunaer Ortsteils gesehen.

Obwohl Freunde die junge Frau als zuverlässig beschreiben, verpasste sie ein späteres Treffen mit einer Freundin. Sie wollten zusammen zur Burg Giebichenstein nach Halle fahren, um dort eine Hochschulveranstaltung zu besuchen. Während der Suche nach der Vermissten führte ein Fährtenhund die Polizei auch wirklich zu der Burg. Ob die 23-Jährige jedoch die "Herbstsession" der Hochschule besuchte, konnten die Beamten nicht ermitteln.

Die Studentin Yolanda Kluge wird seid 1007 Tagen vermisst. Die Polizei hofft auf Hilfe aus der Öffentlichkeit.
Die Studentin Yolanda Kluge wird seid 1007 Tagen vermisst. Die Polizei hofft auf Hilfe aus der Öffentlichkeit. © Polizei Leipzig

Polizei hält einen Unfall für unwahrscheinlich

Nach Angaben der Leipziger Polizei leidet die junge Frau an "wiederkehrenden, unvorhersehbaren Ohnmachtsanfällen". Die Ermittler halten es aber für unwahrscheinlich, dass ihr Verschwinden mit der Krankheit zusammenhängt. Sie gehen mittlerweile von einem Verbrechen aus.

Dass sie auch freiwillig verschwunden sein könnte, schließen die Beamten jedoch nicht aus. Sie hoffen auf Hinweise von Personen, die Klug entweder am Tag ihres Verschwindens an Haltestellen im Raum Leipzig, Merseburg oder Halle gesehen haben oder bestätigen können, ob sie die "Herbstsession" auf der Burg Giebichenstein besucht hat.

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Wenige Hinweise nach ZDF-Sendung

Mithilfe der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" hoffte die Polizei Zeugen zu finden, die einige der Puzzleteile zusammenfügen können. Bisher ohne Erfolg. Die Resonanz auf den kurzen Film über eine seit fast drei Jahren vermisste Studentin aus Leipzig in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" ist bisher gering.

Nach der Sendung am Mittwochabend seien bei der Polizeidirektion Leipzig bis zum Morgen etwa 15 Hinweise eingegangen, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Diese müssten nun ausgewertet werden. "Ein heiße Spur war bislang aber nicht dabei", betonte der Sprecher. Der TV-Beitrag hatte den Stand in dem Fall zusammengefasst.

Nach Angaben der Leipziger Polizeidirektion ist die Studentin ungefähr 1,65 Meter groß und athletisch gebaut. Sie trägt ihr dunkelblondes mittellanges Haar meist zu einem Dutt gebunden und hat blaue Augen. Besonders auffällig seien ihre markanten Schneidezähne, einige Muttermale im Gesicht sowie ein Nasenpiercing. (SZ/mit dpa)