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Löbau

Rettungsgeld für die Riesenscheune

Nach dem Bund gibt nun auch Sachsen eine sechsstellige Summe für die Sanierung des Gutsspeichers in Großhennersdorf. SED-Vermögen macht's möglich.

Die Riesenscheune in Großhennersdorf kann weiter saniert werden.
Die Riesenscheune in Großhennersdorf kann weiter saniert werden. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Für den Gutsspeicher Großhennersdorf gibt's weiteres Sanierungsgeld: So werden durch den Freistaat Sachsen 140.000 Euro zur Nutzung und Erhaltung des historischen Kulturdenkmals locker gemacht. Darüber informiert die Grüne-Landtagsabgeordnete Franziska Schubert, welche die Mittel nach eigenen Angaben dafür sichern konnte. Diese stammen aus dem Vermögen von Parteien und Massenorganisationen der DDR. Der Bund hat den Bau bereits im Frühjahr mit über 187.000 Euro bezuschusst.

Der Gutsspeicher in Großhennersdorf sei einmalig, meint Franziska Schubert. "Der geschichtsträchtige Komplex beweist einmal mehr, dass wir in einer einzigartigen Region leben." Das Geld fließt in die Sanierung der Riesenscheune, von der nur der Westflügel gemacht ist. Der Gutsspeicher selbst soll einmal kulturell und sozial genutzt werden.

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Möglich macht das der dahinterstehende Speicher-Verein, der sich um eine nachhaltige Bewahrung bemüht. "Damit wird unter anderem der Ausbau des Archivs der Bürgerbewegung möglich", so Franziska Schubert. "Für mich, deren Wurzeln dort zu finden sind, ist das auch ein ganz persönliches Anliegen."

Insgesamt erhält der Freistaat in diesem Jahr 40 Millionen Euro aus dem ehemaligen SED-Vermögen. Die Grünen wollen das Geld nachhaltig und sinnvoll einsetzen. "Gerade das Engagement von Menschen für kulturelle Bildung ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar", sagt die Abgeordnete. Die Grünen arbeiteten dafür, dass es sich weiter entfalten könne. Sodass dem Gefühl, man wäre hier abgehangen, etwas entgegengesetzt werde, erklärt sie.

Insgesamt neun Maßnahmen erhalten im Landkreis Görlitz Unterstützung mit einem Volumen von über 1,5 Millionen Euro. Mit dem Geld wird auch der Westflügel des Kanitz-Kyawschen Schlosses in Hainewalde saniert, um damit eine potentielle wirtschaftliche Nutzung durch ein einzurichtendes Café zu ermöglichen. Auch das Zisterzienserinnen-Kloster St. Marienthal in Ostritz kann mithilfe der Mittel wichtige Sanierungen vornehmen. Außerdem wird die Jehmlich-Hauptorgel des Klosters von 1911 wiedererrichtet. Für die finanzielle Unterstützung beider Vorhaben hat sich wiederum der CDU-Landtagsabgeordnete Stephan Meyer nach eigenen Angaben eingesetzt.

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