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Er will den Killer für das Corona-Virus bauen

Stefan Reinisch will in Neugersdorf einen Generator für die Luftreinigung herstellen. In Zypern, Peru und in Norddeutschland wird das Gerät bereits eingesetzt.

Stefan Reinisch würde den Virus-Killer gern in Neugersdorf bauen. Er ist überzeugt von seiner Wirkung und beruft sich auf Gutachten.
Stefan Reinisch würde den Virus-Killer gern in Neugersdorf bauen. Er ist überzeugt von seiner Wirkung und beruft sich auf Gutachten. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Nur, wenn man genau darauf achtet, nimmt man bei Stefan Reinisch im Büro in Neugersdorf ein leises Geräusch eines Gebläses war. Es kommt von einem kleinen Kästchen aus Metall, das neben einem Blumentopf auf der Fensterbank steht. Könnte dieses kleine Kästchen zum Killer gegen das Corona-Virus werden?

Der 37-jährige Textilmaschinen-Technologe ist überzeugt davon, dass, wenn das Gerät läuft, sein Büro frei von jeglichen Viren, Bakterien und Pilzen ist. Und dabei macht er keinen Unterschied zwischen Corona-, Grippe- oder anderen Viren.

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IOXmed Plasma-Generator heißt die mögliche kleine 22x10x7 Zentimeter große Wunderwaffe. Sie hat einen Durchlass von zwölf Kubikmeter Luft in der Stunde, was für eine Raumluft-Desinfektion eines 100 Quadratmeter großen Klassenzimmers reichen würde. Der Geräuschpegel liegt dabei bei lediglich 28 Dezibel. Das Kästchen gibt es mit vier verschiedenen Lüftergrößen. Der größte Filter hat einen Luftdurchlass von 90 Kubikmeter Luft in der Stunde.

Dieser IOXmed Plasma-Generator steht auf dem Fensterbrett des Büros von Stefan Reinisch in Neugersdorf.
Dieser IOXmed Plasma-Generator steht auf dem Fensterbrett des Büros von Stefan Reinisch in Neugersdorf. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Als Service-Inspektor für ein Textilmaschinen-Unternehmen ist Stefan Reinisch sonst eigentlich weltweit unterwegs. "Zuletzt war ich dafür in der Türkei und Ägypten verantwortlich" erzählt er. Seit Corona kommuniziert er fast ausschließlich von Neugersdorf aus online mit den Unternehmen.

Bis 16 Uhr zumindest. Danach widmet er sich seiner neuen Startup-Firma. Und hier beschäftigt er sich mit einem ganz anderen Gebiet. Sein Schwager gehört zu den Entwicklern, die bei einer Firma in Rosenheim einen Plasma-Generator auf den Markt brachten.

Der Plasma-Generator erzeugt einerseits Ozon, deren Mengen aber noch unter denen eines handelsüblichen Druckers liegen und sogenannte Hydroxyl-Radikale, die sehr reaktiv sind. Die docken in der Raumluft an Viren und Bakterien an und zersetzen sie, erklärt Stefan Reinisch die Funktionsweise.

In einer Klinik für asthma-kranke Kinder bereits im Einsatz

Es gibt bereist mehrere Gutachten über die Wirksamkeit. Einen Durchbruch auf den Markt hat das Gerät noch nicht geschafft. In Zypern setzt man aber bereits darauf und das Gerät gerade in einer Klinik für asthma-kranke Kinder und im Präsidentenpalast ein. Und ein solcher Plasma-Generator steht ebenso schon im Gesundheitsministerium von Peru.

Auch in Deutschland wird der kleine Plasma-Generator bereits eingesetzt. In Norddeutschland sind die Geräte eigentlich in zwei großen Hühnerställen gegen die Geruchsbelästigungen im Einsatz. Denn auch dafür sind sie hilfreich. Jetzt haben die Plasma-Generatoren dort noch den günstigeren Nebeneffekt im Kampf gegen die Vogelgrippe-Viren, schildert Stefan Reinisch.

Über mehrere Wochen stand jetzt ein IOXmed Plasma-Generator auch in der Karasek-Schänke in Leutersdorf im Bereich der Essensausgabe für den Außer-Haus-Verkauf. Und in Neugersdorf kommt er gerade in einem Klassenzimmer der Förderschule zum Einsatz.

Das Zertifikat für den IOXmed Plasma-Generator.
Das Zertifikat für den IOXmed Plasma-Generator. © privat

Das Prinzip des Plasma-Generators ist nicht neu. Angewandt wird es in ähnlicher Form beispielsweise auch in der Fischzucht oder bei Wasseraufbereitungsanlagen. "Wir sind mehrere Partnerfirmen, die zusammen auf dem Markt mit dem Gerät kooperieren", schildert er.

Durch Corona könnte der Plasma-Generator nun eine wesentlich größere Rolle spielen. Stefan Reinisch würde ihn gern in Neugersdorf produzieren. Der Bausatz kommt aus Rosenheim und Österreich. Das Gerät ist CE geprüft und kann in Deutschland vertrieben werden", sagt er. Es kostet etwa 2.000 Euro.

Stefan Reinisch ist überzeugt, dass das Gerät in Schulen, Gaststätten, Krankenhäusern, Seniorenheimen, Supermärkten und vielen anderen Einsatzmöglichkeiten bei der Viren-Bekämpfung helfen könnte. "Mit dem Verweis auf Gutachten haben wir uns deswegen bereits an das sächsische und bundesdeutsche Wirtschaftsministerium gewandt", sagt er. Aber noch kam von dort keine Antwort. "Wie beweist man etwas in der Raumluft, dass es nicht mehr gibt", schildert er.

Derzeit laufen Gespräche mit der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe. Vielleicht kommt von hier die Empfehlung, den IOXmed Plasma-Generator einzusetzen, hofft er. Der Wirt der Karasek-Schenke will IOXmed zu Ostern wieder im Raum für den Straßenverkauf anwenden.

Für Interessenten und weitere Informationen ist Stefan Reinisch über die Mailadresse [email protected] erreichbar. Eine eigene Website ist noch in Arbeit.

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