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Heiraten im Februar: Sind Schnapszahldaten gefragt?

Nächsten Monat stehen einige eingängige Daten an. Nur: Winterhochzeiten sind wenig gefragt. Auch Corona beeinflusst die Heiratswilligen in Löbau-Zittau.

Von Romy Altmann-Kuehr
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Symbolfoto
Symbolfoto © dpa

2022 wird ein Jahr zum Heiraten. Zumindest für diejenigen, die sich ein eingängiges Hochzeitsdatum wünschen. Davon gibt es im kommenden Monat gleich mehrere: den 2.2.2022, 20.2.2022 und den 22.2.2022.

Weckt das nun die Lust aufs Heiraten bei den Oberlausitzern? Eher nicht, ergibt eine Umfrage in den größeren Orten des Südkreises. Die Resonanz für den 2.2. und den 22.2. ist sehr verhalten, berichtet zum Beispiel Eva Mentele von der Stadtverwaltung in Löbau. Dafür gebe es aktuell erst zwei Anfragen. Das liege zum einen daran, dass die Termine mitten in der Woche liegen, vermutet die Rathaussprecherin. Zum anderen würden viele Paare lieber in wärmeren Monaten heiraten, so die Erfahrung. Ein weiterer Grund: Die Pandemie beeinflusst noch immer die heiratswilligen Brautpaare, so Eva Mentele. "Aufgrund der Corona-Bestimmungen sind größere Feiern nicht möglich. Viele Paare verschieben deshalb Ihre Hochzeitsplanungen auf einen späteren Zeitpunkt." Aktuell gilt bei Eheschließungen die 3-G-Regel, Abstände sind einzuhalten und die Anzahl der Gäste bei der Trauung ist begrenzt.

Insgesamt ist im vergangenen Jahr die Zahl der Eheschließungen zurückgegangen. 2020 wurden in Löbau 68 Ehen geschlossen, im Jahr 2021 waren es 52.

Auf die kalte und ungemütliche Jahreszeit schiebt es auch Standesbeamtin Yvonne Schubert in der Gemeinde Kottmar, dass nur wenige Paare eine Trauung angemeldet haben für die Februardaten. Lediglich für den 22.2. liegen ihr drei Anmeldungen vor. Dabei betreut das Standesamt nicht nur den eigenen Gemeindebereich, sondern auch den Nachbarort Oderwitz mit. Dort kann in der historischen Birkmühle geheiratet werden und im Gemeindeamt. In Eibau ist das Standesamt im Faktorenhof.

Gute Chancen für Spontane

Auch Ebersbach-Neugersdorf betreut einen recht großen Standesamtsbezirk. Hier gehört neben der Oberlandstadt auch Seifhennersdorf dazu. Folglich werden Trauungen auch im Seifhennersdorfer Rathaus angeboten, zudem im Rathaus in Ebersbach-Neugersdorf und in der Alten Mangel in Ebersbach. Das Haus ist beliebt wegen seines historischen Ambientes.

Die Anzahl der Trauungen sei insgesamt übers Jahr ungefähr konstant, fasst Hauptamtsleiterin Rica Wittig aus der Stadtverwaltung zusammen. 2020 sind trotz der verschärften Bedingungen mehr Eheschließungen (61) als 2019 (56) geschlossen durchgeführt worden. 2021 waren es 58. Was Rica Wittig allerdings auffällt: Die Anzahl der ganz kleinen Eheschließungen, an denen nur das Brautpaar teilnimmt, hat zugenommen. "Das ist aber von den Paaren so gewollt", sagt die Amtsleiterin.

Für die Schnapszahldaten 2.2. und 22.2. haben sich in Ebersbach-Neugersdorf insgesamt fünf Paare angemeldet. Ein Paar hat sich für den 12.2. entschieden, berichtet Rica Wittig. Der 20.2. ist ein Sonntag. An Sonn- und Feiertagen werden prinzipiell keine Trauungen angeboten.

Etwas mehr Zuspruch verzeichnet das Zittauer Standesamt für die bevorstehenden Schnapszahldaten. Allerdings handelt es sich hier auch erst im Reservierungen. Vier liegen für den 2.2. vor, sechs für den 22.2. Erst vier Paare davon haben sich insgesamt fest angemeldet.

Kurzentschlossene haben also überall noch gute Chancen einen Termin beim Standesamt zu bekommen.