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Eibauer Stemmer lässt Zuschauer jubeln

Zum Abschluss der Bundesliga-Saison im Gewichtheben dominiert Eibau in Görlitz. Die Gastgeber haben aber auch einen Grund zu feiern.

Von Frank Thümmler
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Hier wuchtet der 20-jährige Erik Ludwig 150 Kilo im Reißen nach oben – neue persönliche Bestleistung.
Hier wuchtet der 20-jährige Erik Ludwig 150 Kilo im Reißen nach oben – neue persönliche Bestleistung. © Hans-Ernst Friedrich

Görlitz. Welch tolle Stimmung in der Görlitzer Flora, wo am Sonnabend der letzte Wettkampftag der 2. Bundesliga der Gewichtheber anstand: Gastgeber KG Görlitz-Zittau traf im Ostsachsenderby auf die SG Fortschritt Eibau sowie auf den Riesaer AC.

Die Stimmung zum Kochen brachte vor allem der Eibauer Erik Ludwig, der derzeit seine Polizeiausbildung absolviert und so viel als möglich auch in Görlitz bei seinem Trainer Thomas Faselt trainiert. Der 20-jährige schaffte am Sonnabend mit einem blitzsauberen Versuch zunächst eine neue persönliche Bestleistung im Reißen, stemmte genau drei Zentner empor. Im Stoßen wuchtete er unter dem Jubel der Zuschauer 184 Kilogramm nach oben, scheiterte nach einem kleinen technischen Fehler aber an 187 Kilogramm.

„Die 187 Kilo wären das Ü-Tüpfelchen gewesen. Aber auch so sind wir sehr zufrieden“, sagte Thomas Faselt, der in Leipzig weilte und die Versuche seines Schützlings per Videoanruf über das Handy der filmenden Schwester Nancy Ludwig mitverfolgte.

Die 334 Kilogramm im Zweikampf sind persönliche Bestleistung und wären auch genau die EM-Norm für die U23-Europameisterschaft in der Gewichtsklasse bis 96 Kilo gewesen. Dafür aber war der Eibauer am Sonnabend 100 Gramm zu schwer. „Dann wird Erik die Norm eben in drei Wochen bei einem Wettkampf in Sangerhausen heben. Wir sind momentan weiter, als wir es geplant hatten“, sagt Faselt.

Die Eibauer Mannschaft, die mit 512 Punkten (Erik Ludwig davon 142) Saisonbestleistung schaffte, war den beiden anderen Teams klar überlegen. Die KG Görlitz Zittau und Riesa lieferten sich untereinander einen spannenden Kampf. Obwohl bei den Görlitzern der polnische Gastheber (weilt bei der WM), Sandra Martin und Philipp Buschek (verletzt) fehlten und Masterweltmeister Holger Worm und Nachwuchsheberinnen einsprangen, gewannen sie das Duell 281,4:280,0 Punkten, nachdem sie das Reißen mit 12,4 Punkten Vorsprung für sich entscheiden hatten, das Stoßen aber verloren.

In der Abschlusstabelle konnten die Gastgeber Riesa damit auf den letzten Platz verdrängen, Eibau bleibt am Ende Tabellenfünfter.