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Meißen.Lokal

Von der kleinen Werkstatt zum Autohaus

Die Anfänge des Familienbetriebes Lassotta liegen ca. 70 Jahre zurück - Michael Lassotta im Interview über die Entstehung, sein Team und die letzten Monate.

Michael Lassotta, Frank Lassotta und Roman Lassotta (v. links) arbeiten täglich daran, ihren Kunden ein Kauferlebnis zu präsentieren.
Michael Lassotta, Frank Lassotta und Roman Lassotta (v. links) arbeiten täglich daran, ihren Kunden ein Kauferlebnis zu präsentieren. © Autohaus Lassotta

Wie lange gibt es Ihr Autohaus schon in Meißen? Und was waren die Anfänge?

Unser Autohaus befindet sich in der dritten Generation. Unser Großvater Johannes Lassotta hat 1949 eine kleine Werkstatt auf der Dresdner Straße hier in Meißen eröffnet und somit den Grundstein für unsere Firma gelegt. Anfangs hatte er von der Nähmaschine, über Fahrräder und Mopeds alles repariert. Später kamen dann der Servicevertrag für Simson Mopeds und Motorräder hinzu. Nach einem Umzug auf den Gerichtsweg in Meißen Bonitzsch folgte dann 1978 ein Servicevertrag für Trabant.

1979 startete die zweite Generation – Frank Lassotta, unser Vater. Er führte die Firma durch die Wendezeit und startete ab 1990 mit den Verträgen für Volkswagen und Audi in eine neue Zeit. 1994 entstand dann auf der Berghausstraße ein Teil unseres jetzigen Autohauses. 

Nach dem Bau des Audi – Hangars 1998, der Audi – Werkstatt 2003 und der Direktannahme 2010 stand dann schon die dritte Generation in den Startlöchern: Roman und Michael Lassotta. Zu zweit konnten wir unser Autohaus durch weitere Spezialisierung im Bereich Nutzfahrzeuge, durch den Neubau einer hoch modernen Karosseriewerkstatt, dem Umbau unserer Audi-Verkaufsräume und der Errichtung einer eigenen Trafostation samt Schnellladetankstelle für Elektrofahrzeuge noch weiter vergrößern und für die Zukunft vorbereiten. 

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Wir haben zurzeit 68 Mitarbeiter. In den Bereichen Verkauf, Karosseriebau und Serviceberatung suchen wir aber noch Verstärkung.

Was macht Ihr Team aus?

Unser Team ist zuverlässig, hat einen super Zusammenhalt, ist bestens geschult, ist klar strukturiert und erfolgreich.

Mich macht es immer wieder stolz, mit so tollen Menschen wie unseren Mitarbeitern zusammenarbeiten zu können.

Was macht Ihnen bei Ihrem Beruf am meisten Spaß?

Ich habe die Möglichkeit zu gestalten, zu verändern und zu verbessern. Das ist etwas Tolles und eine Herausforderung zugleich.

Es war in den letzten Jahren, und ist auch in Zukunft in unserer Branche sehr turbulent, um hier nur die Wirtschaftskrise, die Dieselkrise und jetzt gerade die Coronakrise zu nennen. Aber ich lerne immer wieder Neues hinzu und versuche mit meinem Team jede Situation zu meistern.

Der aktuelle Trend geht in Richtung Elektroautos. Was ist Ihre Meinung zu dem Thema? Für wen machen die elektrischen Fahrzeuge Sinn?

Die Elektromobilität ist eine tolle Sache und hat einige Vorteile. Leider wird das Thema von der Politik, teilweise von den Medien und auch von den jeweiligen Herstellern als Allheilmittel stilisiert und das schafft natürlich Gegner. 

Ich sehe einen Elektromotor einfach als eine zusätzliche Option neben dem Ottomotor, dem Dieselmotor und zukünftig der Brennstoffzelle. Da es zum Beispiel mit dem neuen Volkswagen ID3 nun auch schon Elektrofahrzeuge mit Reichweiten von 500 km zu monatlichen Raten eines vergleichbaren Verbrenners gibt, ist so ein Stromer eine tolle Alternative. 

Diese Mobilität macht grundlegend für jeden Sinn, der sich auf etwas Neues einlassen möchte. Einfach ausprobieren.

Wenn Sie auf das Jahr 2020 zurückblicken: Welche Gedanken haben Sie in Bezug auf Ihre Firma und allgemein?

Wir hatten uns sehr anspruchsvolle Ziele gesetzt für 2020 und auch einen prima Start hingelegt. Wir wollten unser Serviceteam in einigen Bereichen mit unserem neuen Serviceleiter besser strukturieren, den Empfangsbereich erneuern und mit zwei neuen Verkäufern die Marktbearbeitung optimieren.

Dann kam Corona! Lockdown. Der Verkauf musste schließen. Kurzarbeit. Mit Mühe haben wir es geschafft ab Oktober wieder in der Normalität anzukommen. Jetzt, wieder Lockdown! Die Welt ist irre! Wir werden uns wohl mit dieser Situation und dem Virus noch einige Zeit auseinandersetzen müssen. Im Team werden wir das meistern, auch wenn das ein harter Weg wird.

Durch unsere Kunden, die in den vielfältigsten Bereichen tätig sind, erfahren wir aus erster Hand, dass es Branchen gibt, denen es zurzeit gar nicht gut geht. 

Woher ziehen Sie täglich Ihre Kraft?

Mir macht meine Arbeit Spaß. Ich hab eine tolle Familie. Ich hab ein tolles Team. 

Was gefällt Ihnen in Meißen am besten und was nicht so?

Meißen ist eine tolle Stadt im schönen Elbtal. Es ist mit viel Fleiß und Energie der Meißner hier viel Neues entstanden und Altes erhalten geblieben. Wir haben eine herrliche Altstadt, viele Sehenswürdigkeiten und tolle Veranstaltungen. Einfach lebenswert.

Was mir nicht so gefällt? Da gibt es nichts Spezielles. Die Aufzählung überlasse ich den Meckerfritzen und Klugsch…

Das Autohaus Lassotta ist markenspezialisierter Vertragshändler für Audi und Volkswagen.
Das Autohaus Lassotta ist markenspezialisierter Vertragshändler für Audi und Volkswagen. © Autohaus Lassotta
Von Inspektion und Service über Reparatur und Unfallinstandsetzung bis hin zu Reifendienst sowie Umbauten bietet das Autohaus Lassotta alles aus einer Hand an.
Von Inspektion und Service über Reparatur und Unfallinstandsetzung bis hin zu Reifendienst sowie Umbauten bietet das Autohaus Lassotta alles aus einer Hand an. © Autohaus Lassotta
© Autohaus Lassotta

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