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Deshalb durfte die AfD nicht zum DGB-Wahlforum

Der Meißner AfD-Landratskandidat wurde nicht eingeladen, weil die Partei gewerkschaftsfeindlich sei. Von der SZ erhielt er aber eine Einladung. Er lehnte ab.

Die Meißner Verwaltungshochschule. Hier sollte ein Wahlforum der Sächsischen Zeitung mit allen drei Landratskandidaten stattfinden. Es kommt nicht zustande, da einer absagte.
Die Meißner Verwaltungshochschule. Hier sollte ein Wahlforum der Sächsischen Zeitung mit allen drei Landratskandidaten stattfinden. Es kommt nicht zustande, da einer absagte. © Claudia Hübschmann

Meißen. Zugelassen waren nur zwei. Der dritte Meißner Landratskandidat,  Thomas Kirste von der AfD, durfte an einem Wahlforum des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Meißen am 16. September nicht teilnehmen. Die DGB-Regionalgeschäftsstelle Dresden-Oberes Elbtal erläutert in einem Schreiben an die Sächsische Zeitung noch einmal die Gründe für diese Entscheidung.

Nach den Worten von Geschäftsführer Andre Schnabel könnte die AfD kein  Gesprächspartner des DGB sein, da sie auch gewerkschaftsfeindlich agiere. Er verweist auf einen Beschluss der Gewerkschaft, der AfD kein Podium zu bieten. Teile der AfD stünden nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Es handele sich nicht um eine normale demokratische Partei. Der DGB bekämpfe aber Antidemokraten und stärke alle, die die demokratische Grundordnung erhalten wollen. Schnabel: "Das ist kein Zeichen von Feigheit, Bequemlichkeit oder gar undemokratisch, es ist schlichtweg eine Frage der Haltung."

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Die Sächsische Zeitung bereitete gemeinsam mit der Hochschule Meißen ebenfalls ein Wahlforum vor, allerdings mit allen drei Landratskandidaten. Geplant war eine öffentliche Veranstaltung in der Hochschule  am 5. Oktober, coronabedingt zugelassen für immerhin 116 Gäste. Allerdings mussten die Veranstalter die Vorbereitungen wieder stoppen, nachdem Thomas Kirste wegen einer Terminüberschneidung abgesagt hatte. SZ und Hochschule bedauerten die Entscheidung Kirstes. Ein Forum nur mit zwei Kandidaten kam für sie nicht in Frage, weil dann die größten Reibungspunkte gefehlt  hätten.

Die Landratswahl ist am 11. Oktober. Neben Kirste bewerben sich noch Elke Siebert (Grüne, unterstützt von Linken und SPD) und Ralf Hänsel (parteiloser Kandidat der CDU).

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