merken
PLUS Meißen

Meißen: Schluss mit lustig beim Karneval

Die Narren machen einen bitteren Schnitt, befinden sich damit jedoch in guter Gesellschaft.

Das waren noch Zeiten: Der Missnia-Clown (alias Andreas Krause) im dichten Kindergedränge.
Das waren noch Zeiten: Der Missnia-Clown (alias Andreas Krause) im dichten Kindergedränge. ©  Archivfoto: Claudia Hübschmann

Meißen. Mit einer emotionalen Botschaft hat sich am Dienstagnachmittag der Präsident des Meißner Carnevalsvereins Missnia an Karnevalisten, Freunde und Sponsoren gewandt. Andreas Krause teilt über Facebook mit, dass sich der Vorstand schweren Herzens dazu entschieden habe, die 54. Saison des Traditionsvereins um ein Jahr zu verschieben. 

Als Grund verweist er auf auf die derzeit akut ansteigende Anzahl von Corona-Infizierten im Landkreis Meißen. Die zunehmenden Fälle ließen keine andere Entscheidung zu. Unter Berücksichtigung der Allgemeinverfügung des Landkreises Meißen sage der Verein alle geplanten Veranstaltungen zwischen dem 11. November und 6. März nächsten Jahres ab, inklusive der Gardetanzschau. Der Trainingsbetrieb werde ab sofort wieder heruntergefahren. Auftritte finden erst statt, wenn es die aktuelle Situation zulässt. 

So schön ist die Porzellan- und Weinstadt
So schön ist die Porzellan- und Weinstadt

Meißen hat zahlreiche Facetten: Lernen Sie Ihre Stadt näher kennen und erfahren Sie, was dieser Ort Ihnen alles zu bieten hat. Das und mehr auf Meißen. Lokal

Die Meißner Narren fahren mit ihrer Absage eine klare Linie, wie sie beispielsweise auch in der Hochburg Radeburg verfolgt wird. Wegen der pandemiebedingten Regeln hatte Sachsens größter Karneval in Radeburg bereits vor rund einer Woche Konsequenzen gezogen und seine Veranstaltungen, inklusive der ursprünglich angedachten, abgespeckten Alternativen, abgesagt.

Andernorts dagegen wollen die Veranstalter noch nicht aufgeben. In Strehla soll es möglichst nicht so weit wie in Meißen und Radeburg kommen, sagte SCC-Sprecher Thomas Münch am vergangenen Donnerstag auf SZ-Nachfrage. "Wir wollen das Unmögliche möglich machen und zeigen, dass Fasching machbar ist." Und das, so Münch weiter, in der bestmöglichen, normalen Form, die dann machbar sei. Alles aber natürlich mit Blick auf die dann jeweils geltenden Vorgaben zum Infektionsschutz. "Wenn es natürlich ganz verboten würde, kann man nichts tun."

Weiterführende Artikel

Meißner Weihnachtsmarkt ist noch möglich

Meißner Weihnachtsmarkt ist noch möglich

Gewerbeverein hat dafür Händlerstände verlost: Denn wegen Corona bekommen sie nicht ihren Stammplatz.

Ähnlich heterogen fällt das Bild im Raum Kamenz aus. Einzelne Vereine verzichten dort auf die Wahl eines neuen Prinzenpaares und seine Präsentation, da aufgrund begrenzter Besucherzahlen ein Minusgeschäft zu erwarten wäre. Andere Gruppen halten zumindest an der Schlüsselübergabe und dem üblichen Sturm auf das Rathaus fest. 

Mehr lokale Nachrichten aus Meißen lesen Sie hier.


Mehr zum Thema Meißen