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Großspender ermöglichen Sporthallenbau

Nach Zadel hat die Gemeinde Diera-Zehren in Schieritz eine zweite Sporthalle gebaut. Neben Fördermitteln und Hochwasserhilfen gab es hohe Spenden.

Mit vielen Ehrengästen, aber ohne Sportler wurde am Montag die Sporthalle in Schieritz offiziell übergeben.
Mit vielen Ehrengästen, aber ohne Sportler wurde am Montag die Sporthalle in Schieritz offiziell übergeben. © Robin Geyer

Diera-Zehren. Eitel Sonnenschein in zweifacher Hinsicht am Montagmittag in Schieritz. Nicht nur die Sonne strahlte bei der Einweihung der Sporthalle, die als Ersatz für die im Hochwasser stark beschädigte Halle der ehemaligen Schule in Zehren gebaut wurde. Neun Jahre nach der letzten Flut wurde sie nun offiziell eröffnet. "Wir hätten im November 2020 mit dem Sportbetrieb beginnen können, die Einladungen für die Eröffnung waren schon geschrieben. Doch dann kam Corona dazwischen", so Bürgermeisterin Carola Balk (parteilos). Die Einweihung einer Sporthalle in so einer kleinen Gemeinde sei selten, in Diera-Zehren gab es in den letzten Jahren aber sogar deren zwei. Auch in Zadel wurde, dort allerdings für die Grundschule und nicht nur wie in Schieritz für den Freizeitsport, ebenfalls eine Halle gebaut, die 2015 fertig wurde.

Dass die Schieritzer Halle gebaut werden konnte, gleicht einem kleinen Wunder und war nur durch enorme Spenden möglich. Der Verein Arche Nova, die Johanniter und die Samariter spendeten insgesamt 700.000 Euro für die 3,2 Millionen Euro teure Halle. Weitere 800.00 Euro kamen aus dem Hochwasserfonds. 870.000 Euro waren Fördermittel aus der Sportförderung. Geld kam von Bund und Freistaat Sachsen, auch die Gemeinde muss einen Eigenanteil bezahlen. Im Wesentlichen sei man im Finanzrahmen geblieben, so die Bürgermeisterin. Anfangs war man allerdings von Kosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro ausgegangen.

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Entstanden ist auch eine Zwei-Bahnen-Kegelanlage. Sie soll die Kegelbahn in Niederlommatzsch ersetzen.
Entstanden ist auch eine Zwei-Bahnen-Kegelanlage. Sie soll die Kegelbahn in Niederlommatzsch ersetzen. © Robin Geyer
Schon Ende vorigen Jahres fertig, wegen Corona erst jetzt eingeweiht: die neue Sporthalle in Schieritz.
Schon Ende vorigen Jahres fertig, wegen Corona erst jetzt eingeweiht: die neue Sporthalle in Schieritz. © Robin Geyer

Sport als Problemlöser

Nutzen werden die Halle vor allem der Gymnastikverein Zehren mit seinen 77 Mitgliedern, davon 14 Jugendliche, die Fußballer von Wacker Zehren und der Kegelverein Niederlommatzsch. Auch Freizeitsportler aus den Nachbargemeinden könnten in der Halle Sport treiben, betonte die Bürgermeisterin.

Inwieweit das künftig wegen Corona möglich ist, wird sich noch zeigen. "Ich freue mich, dass die Halle nach langer Wartezeit an die Sportler übergeben werden konnte und hoffe, sie kann uneingeschränkt genutzt werden", sagte Kreissportbundchef Rolf Baum. Er kritisierte die Politik. Die Rolle des Sports sei in der Pandemie untergegangen. "Dabei ist der Sport nicht das Problem, sondern Teil der Lösung", sagte er.

Am 17. Juni kann von 9.30 bis 13 Uhr die Sportanlage mit Kegelbahn besichtigt werden. Der Gymnastikverein Zehren und die Sportkegler der Landsportgemeinschaft Niederlommatzsch informieren über ihre Aktivitäten und darüber, wie man Mitglied werden kann.

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