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Das kann Herbstgemüse für die Gesundheit

Kürbis, Kohl und Kaki - saisonales Obst und Gemüse auf dem Tisch, dankt nicht nur die Umwelt, sondern auch der Körper. Diese Superkräfte halten Sie gesund.

Neben dem absoluten Klassiker Kürbis können sich noch viel mehr herbstliche Gemüse- und Obstsorten sehen lassen.
Neben dem absoluten Klassiker Kürbis können sich noch viel mehr herbstliche Gemüse- und Obstsorten sehen lassen. © Pexels.com/Anna Tukhfatullina

Der König unter den Herbstgemüse-Sorten

Von Suppe über Aufläufe bis hin zu Marmelade - Kürbis schmeckt nicht nur püriert, gekocht, gebacken oder gerührt so richtig gut, sondern steckt noch dazu voller Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Passend zur Erkältungszeit ist er eine kleine Wunderwaffe mit reichlich Vitamin C. Er ist zudem Lieferant jeder Menge Betacarotin. welches im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, um die Zellen zu schützen, das Immunsystem sowie die Sehkraft zu stärken. Außerdem punktet er mit hohen Werten an Kalium, Calcium und Magnesium, was gut für Nerven, Herz und Knochen ist. Ein echter Allrounder sozusagen.

Süß und gesund - die Kaki

Wir bleiben bei orange und entdecken in den kalten Tagen auch die Kaki in den Obstregalen wieder. Als süßer Snack zwischendurch, morgens ins Müsli geschnippelt oder als Smoothie zusammen mit Orangen, Joghurt, Honig, Zimt und Kurkuma leistet die Kaki Großes für unseren Körper. So ist sie beispielsweise reich an Vitamin C, Provitamin A, Vitamin B, Kalium, Phosphor und antioxidativ wirkende Phenolverbindungen.

A "Quitte" a day keeps the doctor away

Wer einen Apfel pro Tag isst, der bleibt gesund - so ein englisches Sprichwort. Das ist aber auch bei der Quitte der Fall, denn die hat mehr Vitamin C als besagte Frucht. Aufgrund Ihres Reichtums an Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor sowie Gerbstoffen, Gerbsäure, Pektin sowie Schleimstoffen ist sie nicht umsonst seit Jahrhunderten als Heilmittel für bestimmte Krankheiten bekannt. 

Ihr Fruchtfleisch kann zur Behandlung von Halsentzündungen oder Darmstörungen eingesetzt werden. Auch die Samen dienen zur Linderung von Husten, Verstopfung, äußerlichen Hautverletzungen und Hautrissen sowie Hämorrhoiden. Dabei ist jedoch höchste Achtung geboten. Die Samen bei der Anwendung keinesfalls zerstoßen, da sie Blausäure enthalten und diese bereits bei geringen Mengen giftig auf den Körper wirken. 

Ein echter Knollen-Knaller

So unscheinbar Knollensellerie auch aussieht - er ist ein echter Held. Mit seinen gerade einmal 26 Kalorien auf 100 Gramm hilft er nicht nur beim Abnehmen, sondern tut zudem auch dem Magen aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle gut, fördert mit Bitterstoffen die Verdauung, wirkt antibakteriell, stärkt Nerven und Gehirn und hilft bei Blähungen. Dem Knollensellerie wird auch eine spezielle Liebeswirkung nachgesagt. Hundertprozentig bewiesen ist das jedoch nicht. Enthaltene hormonähnliche Substanzen, welche den menschlichen Sexuallockstoffen (Pheromenen) chemisch ähneln, sind die Begründung für die Vermutung.

Natürliches Heilmittel - auch gegen Krebs?

Weißkohl, Brokkoli, Rotkohl, Grünkohl, Rosenkohl - der Vielfalt an Kohlsorten ist in Deutschland keine Grenzen gesetzt. Und das zurecht. Schon in der Antike galt es als Allheilmittel, um Unterleibsschmerzen bei Frauen zu lindern, Haut und Blut zu reinigen, Geschwüre und Gicht zu bekämpfen oder auch um dem Kater nach dem Weinabend zu strotzen. Ob A, B, C, E oder K - all diese Vitamine nehmen wir beim Kohlessen zu uns. In 100 Gramm Weißkohl steckt beispielsweise so viel Vitamin C wie in einem Glas Orangensaft. Wer 250 Gramm davon isst, hat seinen täglichen Bedarf bereits gedeckt. Brokkoli und Rosenkohl holen ihn dabei noch locker ein. Auch für Vegetarier und Veganer ist dieses Lebensmittel ein zuverlässiger Eisen-Lieferant. Ebenso wie die Mineralstoffe Calcium und Magnesium.

Sekundäre Pflanzenstoffe im Kohl sollen zudem Krebserkrankungen vorbeugen. Glukosinolate sind im Kohl enthalten, um diesen vor Fressfeinden, Bakterien oder Pilzen zu bewahren. Im menschlichen Körper besitzen diese eine krebshemmende Wirkung. Hilfreich sind sie auch bei Sodbrennen, Speiseröhren- sowie Magenschleimhautentzündungen. Ein bedeutender Eiweißlieferant, das Methylmethionin, ist im Kohlsaft enthalten und soll Darm- und Magengeschwüren vorbeugen.

Pimpt Essen und Gesundheit auf

Die Zwiebel ist nicht nur eine beliebte Zutat in Salaten, Aufstrichen und leckeren Pfannengerichten, sondern liefert unserem Körper jede Menge Antioxidantien, Kalium, Vitamin B und C. Dabei hat die rote Zwiebel doppelt so viele Antioxidantien als ihre gelbe Verwandte. Die Schwefelverbindungen, welche uns beim Schneiden der Zwiebeln die Tränen in den Augen verpassen, hemmen Bakterienwachstum. Diese Schwefelverbindungen sind wichtig für den körpereigenen Aufbau der Aminosäure Taurin. Dieses ist wiederum für die Ausschüttung eines Fettverbrennungshormons zuständig, was sich früher oder später also hoffentlich auf der Waage sehen lässt.

Die meisten wichtigen Inhaltsstoffe stecken, wie bei vielen Obst- und Gemüsesorten, vor allem in den äußeren Schichten. Also beim Schälen etwas aufpassen und nicht zu viel wegschmeißen. Kleiner Tipp gegen zu viele Tränen: Einfach Zwiebel, Messer und Schneidebrett vor dem Schneiden unter kaltes Wasser halten.

Die Kaki ist reich an Vitamin C, Provitamin A, Vitamin B, Kalium, Phosphor und antioxidativ wirkenden Phenolverbindungen.
Die Kaki ist reich an Vitamin C, Provitamin A, Vitamin B, Kalium, Phosphor und antioxidativ wirkenden Phenolverbindungen. © Pixabay.com
Die Quitte gilt seit Jahrhunderten als Heilfrucht und kann Halsentzündungen, Darmstörungen oder Hautverletzungen entgegen wirken. Außerdem hat sie mehr Vitamin C als ein Apfel.
Die Quitte gilt seit Jahrhunderten als Heilfrucht und kann Halsentzündungen, Darmstörungen oder Hautverletzungen entgegen wirken. Außerdem hat sie mehr Vitamin C als ein Apfel. © Pixabay.com
Knollensellerie soll neben lieblichen Wirkungen auch gut für Nerven, Gehirn, Magen und Darm sein.
Knollensellerie soll neben lieblichen Wirkungen auch gut für Nerven, Gehirn, Magen und Darm sein. © Pixabay.com
Ob Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli oder Weißkohl - sämtliche Kohlsorten füllen unseren Vitaminhaushalt wieder auf und haben eine krebshemmende Wirkung.
Ob Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli oder Weißkohl - sämtliche Kohlsorten füllen unseren Vitaminhaushalt wieder auf und haben eine krebshemmende Wirkung. © pexels.com
So traurig Zwiebeln schneiden auch ist, es ist gut gegen Erkältungen und, vor allem die roten, füttern unseren Haushalt mit zahlreichen Antioxidantien.
So traurig Zwiebeln schneiden auch ist, es ist gut gegen Erkältungen und, vor allem die roten, füttern unseren Haushalt mit zahlreichen Antioxidantien. © pexels.com

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