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Kreis-FDP kritisiert Corona-Regeln für den Sport

Es mangele an Planungssicherheit für Betreiber von Sportstätten, so die Liberalen. Für sie sind stärkere Lockerungen das Gebot der Stunde.

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Der FDP-Kreisverband sähe gern mehr Lockerungen für den Sportbereich. Über die 2G- oder 2G+-Regel würden zu viele noch von Sportangeboten ausgeschlossen.
Der FDP-Kreisverband sähe gern mehr Lockerungen für den Sportbereich. Über die 2G- oder 2G+-Regel würden zu viele noch von Sportangeboten ausgeschlossen. © Foto: Screenshot, Pixabay/Montage: SZ

Meißen. Der Meißner FDP-Kreisverband kritisiert die aktuellen Corona-Regeln, mit denen die schwarz-rot-grüne Landesregierung unter Führung von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dem Sport weiterhin Restriktionen auferlegt.

Statt positive Anreize für mehr Lockerungen und Planungen zu setzen, sei der erste Absatz in der seit 14. Januar geltenden Corona-Notverordnung so belassen wie er war, sagt FDP-Kreisvorsitzender Maximilian Schikore-Pätz. "So ist im Grundsatz weiterhin die generelle Schließung möglich, unabhängig von Inzidenz- und Hospitalisierungszahlen", heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Meißner Liberalen. Die neuen Corona-Regeln in Sachsen gelten bis 6. Februar.

"Weiter viele ausgeschlossen"

Betreiber von Sportstätten, Fitnessstudios oder Vereine hätten damit keine Planungssicherheit und keine Perspektive für mehr als ein paar Wochen. "Wer soll so sichere Sportmöglichkeiten anbieten und dazu Personal und Technik organisieren können?", fragt der FDP-Kreisvorsitzende. Auch über der gesamten Sportbranche im Kreis Meißen hänge weiterhin das Damoklesschwert.

Die Freien Demokraten sehen in den vorsichtigen Lockerungen für den Breitensport, die Fitnessbranche und den Wintersport zwar "allererste Schritte in die richtige Richtung, aber auch nicht mehr". Über die 2G- oder 2G+-Regel würden weiterhin viele vom Sport ausgeschlossen.

Sport als Teil der Lösung

"Unter diesen Bedingungen werden der Vereins- und Breitensport im Kreis Meißen, unser Gesundheitssystem und auch der gesellschaftliche Zusammenhalt langfristig und merklich leiden", so Maximilian Schikore-Pätz.

Es brauche mehr Vertrauen in die Arbeit der regionalen Vereine, Verbände und Sportstättenbetreiber, die mit passgenauen Hygienekonzepten, eigenen Initiativen und Impfaktionen Verantwortung übernähmen und höchstes Engagement zeigten. "Es bedarf mehr Freiheiten für den Bereich Sport, denn er ist Teil der Lösung. Ein gesunder Körper sorgt für einen gesunden Geist – was gerade in einer Pandemie mit den weiterhin fordernden Maßnahmen von besonderer Bedeutung ist", so der Liberale. (SZ)