merken
PLUS Meißen

Meißner Brauerei fährt Produktion hoch

Nach der Pandemie läuft die Fassbierabfüllung wieder. Die Herstellung von Flaschenbier hat sich sogar gesteigert. Die Brauerei gewinnt einen Preis.

Die Fässer dürfen wieder rollen. Nach dem pandemiebedingten Stopp ist die neue Fassabfüllanlage der Meißner Schwerter-Brauerei wieder im Regelbetrieb. Die Gaststätten brauchen Nachschub für den Sommer.
Die Fässer dürfen wieder rollen. Nach dem pandemiebedingten Stopp ist die neue Fassabfüllanlage der Meißner Schwerter-Brauerei wieder im Regelbetrieb. Die Gaststätten brauchen Nachschub für den Sommer. ©  Claudia Hübschmann

Meißen. Es geht wieder kräftig aufwärts mit der Meißner Schwerter-Brauerei. Pandemiebedingt herrschten viele Monate Kurzarbeit, geschlossener Ausschank im Brauereigebäude und am Meißner Markt sowie ein kompletter Stillstand bei der neuen modernen Fassabfüllanlage vor. Immerhin sind 30 Prozent der Jahresproduktion Fassbier. Das drückte die Erlöse der Brauerei erheblich.

„Uns ist es aber gelungen, die Ausfälle beim Fassbier durch mehr Flaschenbier mengenmäßig zu kompensieren“, sagte Firmen-Inhaber Eric Schäffer, der auch Eigentümer der Oppacher Mineralquellen ist. Da die Margen beim Fassbier allerdings höher sind, blieb trotzdem eine Differenz.

HOLDER
Zuverlässigkeit und Erfahrung
Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Das ist kein Industriebier

Jetzt läuft das Fassbier wieder auf vollen Touren und die Flaschenbierproduktion geht trotzdem nicht zurück. „Wir sind sehr froh über diese Entwicklung“, sagte Schäffer. „Wir behaupten uns gut im Markt, weil wir eine Manufaktur sind und kein Industriebier herstellen“, sagte Schäffer.

Seit März 2020, dem Beginn der Corona-Pandemie, haben große Teile der Bierbranche unter Existenzdruck gelitten. Das vergangene Jahr verzeichnete den geringsten Bierkonsum in Deutschland seit der Wiedervereinigung: 94,6 Liter pro Kopf, gut fünf Liter weniger als noch 2019. Das korrespondierte mit dem ebenfalls geringsten Gesamtausstoß der Brauereien von 87,1 Millionen Hektoliter Bier.

Dass sich die Schwerter Brauerei in diesem schwierigen Markt so gut halten kann, spricht für die Qualität der Produkte und ein erfolgreiches Marketing.

Schäffer kaufte die Brauerei im Jahr 2009 aus der Insolvenz. Damals produzierte die Firma rund 15.000 Hektoliter Bier pro Jahr. Diese Zahl hat sich bis heute etwa verdoppelt.

Die Schwerterbrauerei gewann mit elf weiteren deutschen Brauereien den Bundesehrenpreis 2021. Dieser Preis ist die höchste Auszeichnung der deutschen Brauwirtschaft. Die Preisträger hatten zuvor bei der DLG-Qualitätsprüfung für Bier die besten Gesamtergebnisse erzielt. An dem Wettbewerb beteiligten sich 140 deutsche Brauereien mit rund 750 Bieren.

Die Meißner Schwerter-Brauerei bietet sechs Biersorten ganzjährig an. Drei saisonale Spezialitäten kommen hinzu. Am meisten nachgefragt ist das Privat-Pils, knapp gefolgt vom Meißner Schwerter Urhell. Zudem legt die Schwerter-Brauerei limitierte Handwerks-Editionen in der 0,75-Liter-Flasche auf, die erfahrungsgemäß schnell vergriffen sind. Jetzt im Sommer verkauft sich das Meißner Elbsommer sehr gut. Es hat einen fruchtigen Geschmack und etwas weniger Alkohol.

Mehr zum Thema Meißen