merken
PLUS Meißen

BI möchte Querdenkern die Basis nehmen

Durch die Pandemie hätten sich Meißner Bürger und Rathaus weiter entfremdet. Bernhard Malsch von der BI "Meißen kann mehr" will gegensteuern.

Kann mehr direkte Demokratie die Entfremdung zwischen Bürgern und Politik heilen? Ein Mitglieder der BI "Meißen kann mehr" ist davon überzeugt und kämpft für seine Idee.
Kann mehr direkte Demokratie die Entfremdung zwischen Bürgern und Politik heilen? Ein Mitglieder der BI "Meißen kann mehr" ist davon überzeugt und kämpft für seine Idee. © dpa-Zentralbild

Meißen. Viele Bürger fühlten sich durch die Regeln zur Pandemiebekämpfung getäuscht, gestresst und psychisch angeschlagen. Das erklärt Bernhard Malsch von der BI "Meißen kann mehr" in einem Schreiben an die Meißner Redaktion. Um Bewegungen wie den sogenannten Querdenkern die Basis zu entziehen, kommt es aus Sicht Malschs in dieser Situation sowie generell darauf an, die Meißner stärker in direkte Demokratie einzubeziehen. Es werde zu oft über die Köpfe der Bürger hinweg regiert. Häufig beschränke sich die Mitwirkung an kommunalen Beschlüssen auf den Wahlgang aller Jubeljahre.

Die Initiative Bürger für Meißen hat nach Angaben Malschs bereits 2020 der Leitung der Stadtverwaltung Meißen durch einen Vortrag die Einführung einer professionellen Bürgerbeteiligung nahegelegt. Die BI habe dem Rathaus die Entwürfe für ein Regelwerk und die dazugehörige Satzung zugestellt, um eine Bürgerbeteiligung auf hohem Niveau zu verwirklichen. Leider gebe es in dieser Sache jedoch keine Bewegung.

Teppich Schmidt
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft

Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Weiterführende Artikel

Youtube löscht "Querdenken"-Kanal

Youtube löscht "Querdenken"-Kanal

Die umstrittene "Querdenken"-Bewegung trägt ihren Protest gegen die Corona-Maßnahmen auch ins Web. Ein wichtiger Ausspielkanal wurde nun gesperrt.

Dresden vergeigt Zwangsgeld für "Querdenker"

Dresden vergeigt Zwangsgeld für "Querdenker"

Weil es trotz Versammlungsverbots im März in Dresden eskalierte, sollte Anmelder Marcus Fuchs eine Strafe zahlen. Nun gibt es eine entscheidende Wendung.

Querdenken ja - aber richtig!

Querdenken ja - aber richtig!

Die Politikverdrossenheit offenbart auch in Sachsen das Scheitern der politischen Bildung. Wir brauchen neue Ansätze „von unten“. Ein Gastbeitrag.

"Hiermit rufe ich die Bürger dazu auf, sich zu diesem Anliegen zu äußern, nämlich zur intensiveren Einbeziehung der Meißner in Verwaltungsentscheidungen für die Stadt", so Bernhard Malsch. Dies sei wichtig, um die Anzahl „sinnentleerter Menschen“ zu verringern und den von verkappten Rattenfängern organisierten Demonstrationen von Querdenkern den Zulauf zu nehmen. (SZ/pa)

Mehr zum Thema Meißen