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Schloss Moritzburg läutet die Glocken

Es beteiligt sich damit an einer Aktion der europäischen Dombau-, Münsterbau- und Bauhüttenmeister als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine.

Von Sven Görner
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Schloss Moritzburg beteiligt sich an europaweitem Glockenläuten gegen den Krieg in der Ukraine.
Schloss Moritzburg beteiligt sich an europaweitem Glockenläuten gegen den Krieg in der Ukraine. © Robert Michael/Archiv

Moritzburg. Dass die Glocken der Moritzburger Schlosskappelle zur Mittagszeit erklingen, ist nichts Ungewöhnliches. Auch zu Gottesdiensten und Trauungen sind die Töne des Dreiergeläuts im Ort zu hören.

Trotzdem ist es am Donnerstagmittag anderes. Denn die Glocken im schiefergedeckten Turm über dem Schloss erklingen sieben Minuten lang. Jede Minute für einen Tag des unsinnigen Krieges in der Ukraine, der vor einer Woche mit dem Einmarsch russischer Truppen begonnen hat.

Schloss Moritzburg ist damit Teil einer europaweiten Aktion. Zu dieser aufgerufen hatte die Europäische Vereinigung der Dombau-, Münsterbau- und Bauhüttenmeister. Sie ist die Gemeinschaft der Bauverantwortlichen der großen Kathedral- und Domkirchen Europas, von Norwegen bis Malta und von Spanien bis zur Ukraine.

Mit diesem Läuten erklären sich die Teilnehmer solidarisch mit dem Menschen, die diesen Krieg aushalten und um ihr Leben bangen müssen, die den Widerstand gegen eine Übermacht organisieren müssen, die vor dem Krieg fliehen müssen, die den Mut haben, gegen die Kriegstreiber in ihrem Land zu protestieren und die in Ländern leben, die unmittelbar von diesem Krieg betroffen sind. In dem Aufruf heißt es weiter: „Mit diesem Läuten trauern wir um die Toten aller beteiligten Länder. Mit diesem Läuten beten wir für alle, die vom Krieg betroffen sind. Mit diesem Läuten beten wir um Frieden.“