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Kamenz

Musen für das Rietschelhaus

Der Pulsnitzer Kulturring erhält Skulpturen von Veronica von Appen. Die haben eine besondere Geschichte.

Der Pulsnitzer Kulturring erhält erneut eine Schenkung.
Der Pulsnitzer Kulturring erhält erneut eine Schenkung. © PR

Pulsnitz. Der Pulsnitzer Ernst-Rietschel-Kulturring stellt aus, sammelt, bewahrt und hat sich mit seiner Kompetenz einen Namen gemacht. Jetzt übergab Dieter Bock von Lennep die original Gipse der Musen von Veronica von Appen, die dauerhaft im Geburtshaus Ernst Rietschels aufgestellt werden und vorerst als Schenkung im Rahmen der aktuellen Ausstellung in der Ostsächsischen Kunsthalle zu sehen sind.

Es sind zunächst acht Gipsskulpturen. Zwei weitere werden folgen. Von den Originalgipsen wurden Bronzeabgüsse hergestellt. Die haben noch eine besondere Geschichte. Dieter Bock von Lennep erklärt: „Während eines Aufenthaltes meiner 2017 verstorbenen Gattin, der Dresdner Bildhauerin Veronica von Appen, in der palliativ-medizinischen Abteilung des St. Joseph-Stiftes in Dresden erfuhren wir von der Planung zum Bau eines ersten stationären Hospiz in Dresden.“

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In der Sorge um das bildhauerische Werk seiner Frau habe er sich damals an die Geschäftsführung des St. Joseph-Stiftes gewandt. Er bot dem künftigen Hospiz eine Schenkung von Werken an. Damit stieß Dieter Bock auf offene Ohren. Die Werke wurden in die architektonische Raumplanung aufgenommen. In der Folge ließ das Hospiz von der Gießerei Gebrüder Ihle in Dresden zehn Bronzeskulpturen von den Musen Veronica von Appen gießen. Weiterhin wurden drei Steinskulpturen, sieben Bildnisköpfe aus Gips sowie elf großformatige Handzeichnungen als Schenkung an das künftige Hospiz übergeben.“ Am 23. August 2019 feierte das St. Joseph-Stift in Dresden Richtfest für das Hospiz, das 2020 eröffnet werden soll. Die Gipsmusen sind nun in Pulsnitz. (SZ)