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Neustädter Tunnel spaltet den Stadtrat

Heute entscheidet sich, ob die Unterführung in Dresden doch noch eine Chance bekommt.

© Stefan Becker

Es ist schon beschlossene Sache gewesen, den Neustädter Fußgängertunnel zuzuschütten. Im Juni sollte die zweifach überflutete Unterführung verfüllt werden, sogar das Geld steht bereit. Nun kommt eine Petition für den Erhalt des Bauwerks dazwischen, und die Parteien im Stadtrat sind sich uneins, was damit passieren soll. Die Grünen haben am Mittwoch noch einmal bekräftigt, die Petition abzulehnen, sodass der Tunnel zugeschüttet werden kann. Das sei eine Kostenfrage, so Stadtrat Johannes Lichdi. Nach der Flut 2002 ist die Unterführung schon einmal teuer saniert worden. Dann kam das Hochwasser 2013. „Und jetzt sollen wir wieder sanieren?“

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Die SPD will den Tunnel erhalten, vor allem für die Bewohner, welche die Große Meißner Landstraße so ohne Ampeln unterqueren könnten. Unterstützung erhalten die Sozialdemokraten von den Linken. Stadträtin Jacqueline Muth meint, der sanierte Tunnel könnte die beste und preiswerteste Übergangslösung sein, bevor der Neustädter Markt umgestaltet wird. Vor der Entscheidung des Stadtrats wollen am Donnerstag die Tunnelbefürworter vor dem Kulturrathaus demonstrieren. (SZ/sr)

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