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Augenoptikerin vergrößert sich in Niesky

Doris Hoffmann zieht in das frühere Sportgeschäft Vetter. Das ist nicht die einzige Veränderung im Nieskyer Handel.

Doris Hoffmann (rechts) und Tochter Annelie Hoffmann ziehen mit ihrem Geschäft für Augenoptik in die ehemaligen Räume von Sport Vetter auf der Görlitzer Straße.
Am 3. November ist die Neueröffnung.
Doris Hoffmann (rechts) und Tochter Annelie Hoffmann ziehen mit ihrem Geschäft für Augenoptik in die ehemaligen Räume von Sport Vetter auf der Görlitzer Straße. Am 3. November ist die Neueröffnung. © André Schulze

Auf einen Umzugswagen kann Doris Hoffmann verzichten. Denn die Augenoptikerin zieht zusammen mit ihrer Tochter Annelie nur zwei Häuser weiter auf der Görlitzer Straße in Niesky. Dort soll am 3. November ihr neues Geschäft eröffnen.

Seit Montag ist ihr bisheriges Geschäft im Haus ihrer Vorgängerin Neuhäußer geschlossen und es sieht schon ziemlich leer darin aus. Doris Hoffmanns Mann und Handwerker haben die ehemaligen Geschäftsräume von Sport Vetter bereits ihren Bedürfnissen angepasst. Jetzt wird die Inneneinrichtung aufgebaut. Für die Kunden neu wird sein, dass die Augenmessung in einem separaten und abgedunkelten Raum erfolgt und sie den beiden Augenoptikermeisterinnen in ihrer "gläsernen Werkstatt" bei der Arbeit zu schauen können. "Wir machen alles selbst, vom Abgeben der Brille bis zum Abholen", sagt Doris Hoffmann  

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Zwei Meisterinnen ihres Faches

Was für beide Frauen von größtem Wert ist, dass ihre Kundschaft fortan barrierefrei ins Geschäft kommen kann. Stufen wie bei Neuhäußer gibt es nicht mehr, Rollstuhlfahrer müssen nicht mehr ins Geschäft gehoben werden. Ändern wird sich der Name für das Geschäft. Bisher führten Hoffmanns  den Namen Neuhäußer weiter, dessen Nieskyer Tradition bis 1842 zurückreicht. "Ab November sind wir in einem neuen Gebäude und und  unter unserem Namen Hoffmann anzutreffen", sagt Doris Hoffmann.

Die 61-Jährige hat zwölf Jahre als Angestellte bei Eva Neuhäußer gearbeitet. Als die Chefin in den Ruhestand gegangen ist, übernahm Doris Hoffmann zum 1. Juni 2005 das Geschäft und machte sich damit Selbstständig. 2007 kam Tochter Annelie dazu. Zunächst als Lehrling, dann als Geselle. Schließlich absolvierte sie für zwei Jahre noch die Meisterschule in ihrem Fach. "Über eine Nachfolgerin muss ich mir keine Sorgen machen", freut sich die Mutter über den Werdegang ihrer Tochter. Beide haben Spaß an ihrer Arbeit, sagen sie, und freuen sich über ihre Stammkundschaft. Sie kommt bis aus Bad Muskau und Löbau zu ihnen. Auch in der jetzt schwierigen Zeit.

Umzug und Neuanfang

Umzug und Neuanfang sind charakteristisch für den Nieskyer Einzelhandel. Nicht nur auf der Görlitzer Straße. Es ist schon wieder eineinhalb Jahre her, dass Andreas Vetter mit seinem Sportfachgeschäft in das Gebäude von Raumausstatter Karsten Baschik gezogen ist. So lange stand sein "alter Laden" leer. Nun werden dort Brillen angefertigt und verkauft. Wer in das Neuhäußer-Geschäft ziehen wird, ist noch nicht bekannt. Veränderungen hat es auch nach dem Auszug von Uwe Garack aus seinem Fotofachgeschäft gegeben. Seit Juli bietet darin Fitnesscoach Richard Funke als  Personaltrainer und Ernährungsberater seine Dienste an. 

Aus Sicht des Vermieters, der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft, hat sich der Leerstand an Gewerberäumen im Stadtzentrum verringert. Funke ist nur ein Beispiel. Auch auf der Ödernitzer Straße hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten einiges getan. Das bestätigt Prokuristin Ramona Brückner. Jüngstes Beispiel ist Corina Friedrich. Zum 1. Oktober eröffnete sie ihren Laden "Dreikäsehoch" in der ehemaligen Modeboutique von Martina Neumann.  Ein Nachfolger konnte auch für die geschlossene Postagentur gefunden werden. Einen Monat vor Corina Friedrich eröffnete die Diakonie St. Martin Rothenburg ihren "Öffentlichen Pflegeberatungspunkt". 

Zwei neue Geschäfte auf der Horkaer Straße

Auf der Horkaer Straße tut sich ebenso etwas. Im ehemaligen Blumengeschäft wird es ab November Nachhilfe für Schüler in Englisch geben. Jeanette Wagner zieht mit ihrem "Englisch Studio Niesky" aus dem Gewerbepark Königshainer Straße in die Horkaer Straße. "Dann haben es die Schüler aus ihren Schulen nicht mehr so weit zu mir", sagt die Muttersprachlerin. Und auch für das im März geschlossene Geschäft von Juwelier Ralf Hüter gibt es eine Nachfolgerin, sagt Ramona Brückner. Zumindest hat sie ihr Interesse für diese Räumlichkeiten der Wohnungsbaugesellschaft schon kund getan.  

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