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Niesky und Bautzen bieten jetzt gemeinsam Lebenshilfe

Der Trägerverein der Kita "Pusteblume" in Niesky ist mit einem Bautzener Partner zusammen gegangen. Für die Kinder und Eltern ändert sich nichts.

Die Kita "Pusteblume" in der Hausmannstraße. Sie gehört jetzt zum Verein Oberlausitzer Lebens- und Familienhilfe mit Sitz in Bautzen. Dieser hat sich mit der Nieskyer Lebenshilfe für Geschädigte verschmolzen.
Die Kita "Pusteblume" in der Hausmannstraße. Sie gehört jetzt zum Verein Oberlausitzer Lebens- und Familienhilfe mit Sitz in Bautzen. Dieser hat sich mit der Nieskyer Lebenshilfe für Geschädigte verschmolzen. © André Schulze

Der Verein Lebenshilfe für Geschädigte Niesky ist Geschichte. Bisher war der vor 30 Jahren von Nieskyer Eltern gegründete Verein der Träger des Heilpädagogischen und Integrativen Kindergartens in der Hausmannstraße. Kurz "Pusteblume" genannt. Rückwirkend für dieses Jahr ist der Verein Oberlausitzer Lebens- und Familienhilfe mit Sitz in Bautzen der Träger der Nieskyer Einrichtung.

Was ist der Grund, dass zwei Vorstände beschlossen haben, ihre Vereine zu verschmelzen? Zum einen, dass beide annähernd gleich aufgestellt sind und der gestiegene Verwaltungsaufwand vor allem kleineren Vereinen zur Last geworden ist, erklärt der Bautzener Geschäftsführer Jurij Strebenk. "Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, unsere Aufgaben als ein Verein der Lebenshilfe umzusetzen."

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An der Arbeit ändert sich nichts

An der Arbeit und den Inhalten ändert sich nichts, nur dass jetzt alles unter einem Dach erfolgt und die Bürokratie von einer Stelle aus erledigt wird - in Bautzen. "Das verschafft uns wieder mehr Zeit, unserer heilpädagogischen Arbeit nachzugehen", sagt Dana Lehmann, Leiterin der "Pusteblume". Insgesamt 20 Mitarbeiter zählt die Nieskyer Einrichtung, einschließlich einer Ergotherapeutin und einer Physiotherapeutin. "Bei uns bleibt alles wie gehabt", sagt Frau Lehmann auch zu den Eltern, die ihre Kinder in die Hausmannstraße bringen.

Ein Jahr haben sich beide Vereine mit ihrer Verschmelzung beschäftigt, berichtet Jurij Strebenk. In der Bautzener Lebenshilfe sind rund 60 Mitarbeiter angestellt. Neben dem Kinderhaus "Sonnenschein", das wie Niesky eine heilpädagogische und integrative Einrichtung ist, unterhalten die Bautzener in ihrer Stadt noch einen Familien unterstützenden Dienst, eine interdisziplinäre Frühförder- und Entwicklungsberatungsstelle sowie einen ambulanten Pflegedienst und ein Wohnprojekt.

Wie die Nieskyer Lebenshilfe gründeten 1991 Eltern und Freunde von Menschen mit Behinderung den Verein Oberlausitzer Lebens- und Familienhilfe. Neben der Betreuung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung, gewährt der Verein auch Familien in besonderen Lebenslagen Hilfe und Unterstützung. 2016 erhielten die Bautzener den Sächsischer Inklusionspreis.

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