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Besonders aufregende Premiere in Rothenburg

Spielzeit mit dem Stück "Ein Hut für Tom" heißt es beim Martins-Hof-Theater in Rothenburg. Dieses Mal vor einem anderen Publikum als gewohnt.

Von Steffen Gerhardt
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Das Martins-Hof-Theater zeigt das Stück "Ein Hut für Tom" im ehemaligen Schützenhaus in Rothenburg.
Das Martins-Hof-Theater zeigt das Stück "Ein Hut für Tom" im ehemaligen Schützenhaus in Rothenburg. © André Schulze

Für das Martins-Hof-Theater brachte der Dienstag eine Premiere. Aber nicht im Sinne von "wir spielen ein neues Stück", sondern die Theatergruppe der diakonischen Einrichtung absolvierte ihre erste eigene öffentliche Aufführung. Das bedeutet, einen Programmplan aufzustellen, die Aufführung anzukündigen und die Eintrittskarten dafür zu verkaufen. Das alles lag in den Händen der Bewohner des Martinshofes.

Am Nachmittag konnten sie sich über einen gut gefüllten Saal im früheren Schützenhaus an der Görlitzer Straße freuen, als sie ihr neuestes Stück "Ein Hut für Tom" aufführten. Die Premiere war im November vergangenen Jahres. Damit wollten die Laienkünstler auch zeigen, dass sie wieder auf der Bühne sind. Bisher spielte das Theater immer auf Einladungen zu Gemeindefesten oder zum Kirchentag. Nun hatten sich die Rothenburger ihr eigenes Publikum organisiert.

Das Martins-Hof-Theater mit seiner neuen Leiterin Anja Lämmerhirt ist über die Jahre zu einer festen kulturellen Institution der Behinderteneinrichtung geworden. Das Theater besteht aus drei Gruppen in den Einrichtungen der Diakonie St. Martin in Rothenburg, Niesky und Weißwasser mit insgesamt 21 Personen. Rund 20 Auftritte absolvieren die Laienschauspieler im Jahr. Welche es in diesem Jahr sein werden, darüber ist noch zu entscheiden.