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Geburtstagsfeier am Sonntag: Rolf Ullmann wird 70

Die Kamera legt der SZ-Fotograf noch lange nicht beiseite. Seit 30 Jahren ist er damit für die SZ unterwegs.

Immer die Kamera vor Augen: SZ-Fotograf Rolf Ullmann im Einsatz wie hier in Rothenburg.
Immer die Kamera vor Augen: SZ-Fotograf Rolf Ullmann im Einsatz wie hier in Rothenburg. © SZ/Steffen Gerhardt

Am Sonntag stehen keine Einweihungen, Scheckübergaben, Baustellen oder Volksfeste im Fokus seiner Kamera, sondern er selbst: Rolf Ullmann feiert seinen 70. Geburtstag. Ob er sich dabei fotografieren lässt, bleibt abzuwarten. Denn selbst abgelichtet zu werden, davor scheut sich der Fotoreporter immer etwas. Rolf Ullmann ist ein Görlitzer, er wohnt mit seiner Frau und seinem Kater in der Innenstadt.

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Wenn man ihn einen "bunten Hund" nennt, so ist das keinesfalls negativ gemeint. Denn zwischen Görlitz und Bad Muskau ist Rolf Ullmann bekannt wie eben so ein bunter Hund. Zum Zeitungsfotografen ist Rolf Ullmann mehr durch Zufall gekommen. Nach der Wende orientierte sich der Görlitzer beruflich neu und fing im Görlitzer Verlag der Sächsischen Zeitung an und wurde dessen Leiter. Eine Umstrukturierung ließ ihn nach einer neuen Tätigkeit suchen, bei der SZ wollte Rolf Ullmann aber bleiben.

Jahre in der Dunkelkammer

So wurde er Fotoreporter, zunächst in Görlitz, später kam Niesky und in den jüngeren Jahren Weißwasser dazu. In den 1990er-Jahren wurde die Dunkelkammer in der Nieskyer Redaktion zu seinem Arbeitsplatz. An digitale Fotos war da noch nicht zu denken. Vom Termin zurück hieß es für ihn, ab in die Dunkelkammer, Filme und Fotos entwickeln und die Bilder den Redakteuren vorlegen.

Dutzende Leitz-Ordner füllten sich über die Jahre mit den Negativen von Rolf Ullmann. Als die Fotowelt sich mit der Jahrtausendwende digitalisierte, wurde das Fotografieren zwar nicht einfacher, dafür aber die Bildverarbeitung. Man sieht gleich, was die Kamera aufgenommen hat. Die Dunkelkammer wurde zur Abstellkammer. Auf unzähligen CDs archivierte Rolf Ullmann seine Fotos. Und das muss man ihm lassen: Sein Archiv führt er bis heute mit der Akribie eines Buchhalters. Aber auch das Fotoarchiv der SZ. Inzwischen sind fast 22.000 digitale Fotos von Rolf Ullmann abgespeichert. Jetzt ist er dabei, auch seine analogen Negative zu digitalisieren.

Seine Fans im Nieskyer Eisstadion

Im Sport ist Rolf Ullmann ebenso zu Hause. Nicht körperlich, aber mit der Kamera. Die Fußballspiele am Wochenende oder beim Eishockey sind zu seinen Stammterminen geworden. Die Tornado-Fans rufen im Chor: "Rolfi wink einmal", wenn der SZ-Fotograf ins Eisstadion kommt. Welchem Berichterstatter ist so eine Aufmerksamkeit schon vergönnt? Zeigt so eine Geste doch seine Verwurzelung mit der Region und ihren Menschen - und dem ständigen Vor-Ort-sein. Und das auch noch mit 70 Jahren.

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