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Jäger wollen Schweinepest noch intensiver bekämpfen

Die Jäger in den Landkreisen Görlitz und Bautzen möchten mehr Verantwortung übernehmen. Vor allem bei Abschuss und Abtransport der Wildschweine.

Martin Wißmann, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes (links), hat dem Staatssekretär im Sozialministerium, Sebastian Vogel, jetzt ein Angebot übergeben. Die Jäger wollen sich bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest stärker engagieren.
Martin Wißmann, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes (links), hat dem Staatssekretär im Sozialministerium, Sebastian Vogel, jetzt ein Angebot übergeben. Die Jäger wollen sich bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest stärker engagieren. © Landesjagdverband Sachsen

Die Jäger in den Landkreisen Görlitz und Bautzen wollen sich bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) noch mehr engagieren. Martin Wißmann, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, übergab jetzt ein entsprechendes Angebot an Sebastian Vogel, Staatssekretär im sächsischen Sozialministerium. Dabei geht es um die Übernahme der Einsatzleitung bei der Jagd und Entnahme der Wildschweine in den gefährdeten Gebieten der beiden Kreise.

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Umsetzen müssen dies die fünf örtlichen Jägerschaften in der Krisenregion: Bautzen, Niederschlesische Oberlausitz, Kamenz, Hoyerswerda und Oberlausitz. Laut Wilhelm Bernstein, dem Vizepräsidenten des sächsischen Landesjagdverbandes, müssten die Kräfte gebündelt und die Entscheidungswege verkürzt werden, um die Afrikanische Schweinepest als Epidemie wirkungsvoll zu bekämpfen. Die bisherigen Strukturen seien kaum in der Lage, dies wirksam zu leisten.

22,7 Prozent der geborgenen Wildschweine infiziert

Seit dem ASP-Erstausbruch im Freistaat Sachsen am 1. November 2020 wurden nach Angaben des Landkreises Görlitz in der Restriktionszone, die weite Teile der beiden Oberlausitzer Landkreise umfasst, mit Stand vom 11. August 1.159 Wildschweine geschossen. Weitere 504 Tiere verendeten und 101 Schwarzkittel kamen bei Unfällen ums Leben. Von den insgesamt 1.765 Tieren wurden 401 positiv auf das Schweinepest-Virus getestet. Das sind 22,7 Prozent.

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