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Kliniken und Heime sorgen für volle Wäschekörbe

In Zeiten der Pandemie stehen die Maschinen in der Wäscherei Niesky nicht still. Dafür fehlen aber Mitarbeiter.

Die Wäscherei der Werkstätten für behinderte Menschen der Diakonie St. Martin in Niesky ist auch in der Corona-Zeit gut ausgelastet. So wie in der Zeit vor Corona, als dieses Foto gemacht wurde.
Die Wäscherei der Werkstätten für behinderte Menschen der Diakonie St. Martin in Niesky ist auch in der Corona-Zeit gut ausgelastet. So wie in der Zeit vor Corona, als dieses Foto gemacht wurde. ©  Archiv/André Schulze

In der Nieskyer Wäscherei wird gewaschen, gebügelt und gefaltet wie an jedem Tag. Von der Corona-Pandemie ist in der Einrichtung der Diakonie St. Martin kaum etwas zu spüren - wenn man die Wäscheberge nur sieht. Ansonsten bestimmen die Hygieneregeln den Ablauf: Abstand, Maske und Desinfektion sind auch hier die drei Schlagworte. Schließlich arbeiten in der Wäscherei rund 35 Männer und Frauen mit Behinderungen. Die Wäscherei ist Bestandteil der Werkstätten für behinderte Menschen auf der Nieskyer Bahnhofstraße.

Dass die Wäscherei gut ausgelastet ist, hängt in erster Linie mit ihren Kunden zusammen, erklärt Geschäftsbereichsleiter Arbeiten, Volkhard Schmidt, von der Diakonie St. Martin: "Es sind vorwiegend Krankenhäuser sowie Alten- und Pflegeheime, die ihre Wäsche bei uns säubern lassen. Sie sind übers Jahr eine feste Größe für uns." Die Krankenhäuser haben jetzt durch die Pandemie eine hohe Frequenz an Patienten, demzufolge fällt überdurchschnittlich viel Wäsche an.

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50 Tonnen Wäsche im Monat

Hinzu kommen noch die Kindereinrichtungen aus Niesky und Umgebung, für die ebenfalls gewaschen wird. Aber hier sind im Moment die Wäscheberge kleiner, die angeliefert werden, weil weitaus weniger Kinder betreut werden. Als weiteren großen Kunden nennt Volkhard Schmidt die Kulturinsel bei Zentendorf. Aber da jetzt dort Winterruhe herrscht, sind es nur kleinere Posten, die die Wäscherei erhält. Ist ein hohes Aufkommen an Wäsche zu verzeichnen, dann durchlaufen im Monat schon mal 55 Tonnen die Wäscherei. Gegenwärtig sind es 50 Tonnen an gewaschenen Textilien, die gebügelt das Haus wieder verlassen.

In dieser Größe will die Wäscherei fortbestehen. Weil hier vorwiegend Menschen mit Behinderungen arbeiten, soll der einschichtige Betrieb aufrechterhalten bleiben. Seit gut einem Jahr ist diese Wäscherei im Gewerbegebiet Süd unter neuer Leitung in Betrieb. Die Diakonie kaufte das Gebäude vom insolventen Vorbetreiber, baute um und an und kaufte neue, moderne Maschinen und Anlagen. Dazu wurde ein Blockheizkraftwerk gebaut und eine Anlage, um die Wärme aus dem Waschwasser zurückzugewinnen. Rund zwei Millionen Euro flossen in das Objekt, dass am 11. November 2019 eingeweiht wurde.

Mitarbeiter werden wöchentlich getestet

Nach gut einem Jahr hat sich alles soweit eingespielt. Nun sind ganz andere Herausforderungen zu meistern - wie der Schutz der eigenen Mitarbeiter. "Wir führen wöchentliche Tests bei unseren Angestellten durch. "Bei uns herrscht derzeit ein generelles Betretungsverbot für die Werkstätten und die Wäscherei", sagt Schmidt. Trotz dieser Maßnahmen fehlen dem Geschäftsbereichsleiter fünf, sechs Leute in der Wäscherei, weil sie entweder krank oder in Quarantäne sind.

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