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Sebnitz

Toiletten und Parkautomat gesprengt

Im Kirnitzschtal knallt es am Wochenende erneut. Die Polizei stellt drei junge Männer. Stecken sie auch hinter früheren Sprengattacken?

Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal: Toilette und Parkautomat sind stark beschädigt.
Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal: Toilette und Parkautomat sind stark beschädigt. © Marko Förster

Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag drei junge Männer gestellt, die verdächtigt werden, kurz zuvor zwei Toilettenhäuschen sowie einen Parkautomaten im Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz gesprengt zu haben. Womöglich ist das Trio, zwei 20-jährige und ein 21-jähriger Deutscher, auch für weitere Taten verantwortlich.  

Wie die Polizei mitteilt, hörten Beamte gegen 2.15 Uhr in der Nacht einen Knall aus dem Kirnitzschtal und sahen einen Lichtblitz aufzucken. Ein Streifenwagen machte sich sofort in diese Richtung auf den Weg. Unterwegs kam den Polizisten ein Skoda mit hoher Geschwindigkeit entgegen. 

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Am Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal entdeckten die Beamten den Ausgangspunkt des Knalls: Das mobile Toilettenhäuschen und der daneben stehende Parkscheinautomat waren deutlich beschädigt - offenbar durch eine Sprengung.

Kurz darauf trafen Beamte zwischen Bad Schandau und dem Parkplatz Nasser Grund auf drei junge Männer. Auch der zuvor gesehene Skoda stand nicht weit entfernt. Die Drei wurden festgenommen.  

Am Sonntagvormittag wurde ein weiteres gesprengtes Toilettenhäuschen am Dorfbachgrund in Ottendorf gemeldet. In dem Fall wird der Schaden auf rund 1.000 Euro beziffert. Der Schaden im Kirnitzschtal steht noch nicht fest. Die Polizei ermittelt nun wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und prüft, ob das Trio für diese und für weitere Taten verantwortlich ist. 

In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Sprengattacken in der Umgebung gegeben. In der Nacht zum 9. August flog am Gasthaus Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal ein Zigarettenautomat in die Luft. Auch eine Scheibe ging dabei zu Bruch. Der Schaden wird mit über 4.500 Euro angegeben. 

Am gleichen Wochenende wurden in Lohsdorf durch Sprengkörper zwei lebensgroße Stoffpuppen zerstört, die Anwohner dort als Maskottchen auf einer Bank am Straßenrand platziert hatten. Im Neustädter Ortsteil Langburkersdorf sprengten Unbekannte den Werbeaufsteller der Fischzucht Ermisch, eine etwa fünf Meter lange Forelle aus Beton. 

In der Nacht zum 24. Juli wurden in Bad Schandau die Briefkästen einer Fahrschule gesprengt. Die Scheiben der Eingangstür gingen dabei zu Bruch, der Schaden liegt im vierstelligen Bereich. (SZ)

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