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SOE: Brähmig sammelt Hunderte Unterschriften

Die erste Hürde zur geplanten Rückkehr in den Bundestag hat der Parteilose Papstdorfer genommen. Er will den schwierigsten Weg gehen, den es gibt.

Klaus Brähmig hat 733 Unterstützungsunterschriften für die Bundestagswahl beim Kreiswahlleiter in Pirna abgegeben.
Klaus Brähmig hat 733 Unterstützungsunterschriften für die Bundestagswahl beim Kreiswahlleiter in Pirna abgegeben. © Daniel Förster

Dass der Papstdorfer Klaus Brähmig zurück in den Deutschen Bundestag will, ist längst kein Geheimnis mehr. Sein im Herbst 2017 nach 27 Jahren an Frauke Petry verlorenes Mandat möchte er wieder zurückholen. In den vergangenen Wochen hat er Unterstützung im Wahlkreis 158 (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) gesucht und eine Hürde genommen.

Um bei der Wahl des 20. Deutschen Bundestages, der am Sonntag, dem 26. September 2021, gewählt wird, auf dem Wahlschein für das Direktmandat zu erscheinen, musste der nun Parteilose als parteiunabhängiger Einzelkandidat Unterschriften von mindestens 200 Unterstützern nachweisen. Das hat er geschafft.

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Prüfung beim Wahlleiter

Nach eigenen Angaben hat Brähmig 733 Unterstützungsformulare zusammengetragen. Dem 63-Jährigen sei es damit gelungen, „mehr Einzelunterstützer zu erreichen, wie alle Parteikandidaten zusammen auf ihren Nominierungsveranstaltungen“. Die Unterlagen hat Brähmig jetzt beim Kreiswahlleiter abgegeben. Dort werden sie nun geprüft.

Aus allen Städten und Gemeinden des Landkreises hätten ihm Leute geholfen, die nötigen Unterschriften zusammenzubekommen. „In den letzten Wochen habe ich eine große Unterstützung erfahren, um den seit der Wahl 2017 vakanten Wahlkreis wieder in engagierte bürgerliche Hände zurückzubringen“, sagt Brähmig und ergänzt, "das hat mich dabei sehr ermutigt, auf dem schwierigsten Weg, den es gibt, als Einzelkandidat ins Parlament einzuziehen“.

Bislang ist es noch nie einem unabhängigen Bewerber gelungen, einen Wahlkreis zu gewinnen. "Damit könnte unsere Heimat Sächsische Schweiz-Osterzgebirge deutsche Parlamentsgeschichte schreiben“, sagt er. Nach seiner Wahlniederlage 2017 hätte er weiterhin Anfragen und Vorgänge auf seinen Tisch bekommen, denen er sich als Privatmann gewidmet habe. „Viel Neues habe ich in Demut dazugelernt, so auch im Umgang mit politischen Mitbewerbern. Treue Weggefährten haben mir dann die Entscheidung, mich der Wahl erneut zu stellen, leicht gemacht.“

Brähmig wolle in den nächsten Tagen seine Wahlagenda überarbeiten. „Gespräche mit den Bürgern sind aber durch nichts zu ersetzen. Nur im Gespräch kann die Spaltung in der Gesellschaft überwunden werden.“

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