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Pirna

Elberadweg zurück auf Platz eins

Der Elberadweg wurde zum beliebtesten Radfernweg gekürt. Damit hat er seinen Spitzenplatz von der Konkurrenz zurückerobert.

Elberadweg bei Bad Schandau: Der Streckenabschnitt durch die Sächsische Schweiz ist besonders reizvoll.
Elberadweg bei Bad Schandau: Der Streckenabschnitt durch die Sächsische Schweiz ist besonders reizvoll. © Archivfoto: Steffen Unger

Der beliebtesten Radfernweg in Deutschland ist der Elberadweg. Das ist das Ergebnis der Online-Befragung "Radreiseanalyse 2021", die der ADFC jetzt vorgestellt hat. Knapp 11.000 Internetnutzer hatten sich an der Befragung beteiligt, die Umfrage sei repräsentativ.

Damit ist der Elberadweg zurück auf Platz eins. In den vergangenen beiden Jahren war die 1.300 Kilometer lange Route in der Publikumsgunst von der Konkurrenz verdrängt worden. In der aktuellen Radreiseanalyse liegt er erneut auf dem Spitzenplatz. Auf Rang zwei des Rankings landet der Weser-Radweg, gefolgt vom Ostseeküsten-Radweg auf Platz drei. Insgesamt findet sich der Elberadweg bereits zum fünfzehnten Mal auf Platz eins wieder – häufiger als jeder andere Radweg in Deutschland.

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"Viele Menschen haben im vergangenen Jahr das Radreisen und damit auch den Elberadweg für sich entdeckt. Das freut uns in den vier Koordinierungsstellen entlang des Weges sehr", sagt Heike Grunow von der Koordinierungsstelle Elberadweg Süd in Pirna. "Die Route ist naturnah und zeigt mehr von der landschaftlichen und kulturellen Vielfalt Mitteleuropas als jede andere. Damit ist sie wie gemacht für Urlaub in diesen besonderen Zeiten." Während der Corona-Pandemie waren noch einmal mehr Menschen aufs Rad gestiegen, die Branche erlebt einen Boom.

Zu verdanken sei der Erfolg jedoch auch dem starken Netzwerk, das den Elberadweg trägt, erklärt die Touristikerin. "Der Elberadweg ist mehr als eine gut ausgebaute Strecke durch grandiose Landschaften." Erst die engagierten Gastgeber in Restaurants und Pensionen sowie Städte, Gemeinden und Tourismusverbände machten den Elberadweg zu einem derart starken Produkt, erklärt Grunow.

Plakette für radfreundliche Gastgeber

Als radfreundlich anerkannte Gastgeber entlang des Elberadwegs erhalten jetzt erstmals eine einheitliche Plakette. Die neue Plakette zeigt das bekannte „e“ des Elberadweg-Logos vor einem grün-blauen Hintergrund. Als radfreundlich gilt eine Betrieb, der vom ADFC vorgegebenen Kriterien des "Bett+Bike"-Standards erfüllt.

An dieser grün-blauen Plakette erkennen Radler die Unterkünfte: Elberadweg-Koordinatorin Heike Grunow übergibt sie an Hotelier Roland Taubinger vom Landhotel Gut Wildberg in Klipphausen.
An dieser grün-blauen Plakette erkennen Radler die Unterkünfte: Elberadweg-Koordinatorin Heike Grunow übergibt sie an Hotelier Roland Taubinger vom Landhotel Gut Wildberg in Klipphausen. © Koordinierungsstelle Elberadweg/Marko Förster

Dazu gehören unter anderem ein verschließbarer Raum für Fahrräder, Trockenmöglichkeiten für nasse Kleidung, Reparatursets und Kartenmaterial. Von Gästen wird zudem kein Mindestaufenthalt gefordert. Bei Campingplätzen zählen unter anderem grasbewachsene Zeltflächen dazu, in der Gastronomie sind es Fahrradständer im Sichtbereich sowie alkoholfreie Getränken und warme Speisen.

"Die Plakette ist ein Qualitätsversprechen für Radfahrer", sagt Heike Grunow von der Koordinierungsstelle Elberadweg Süd, die beim Tourismusverband Sächsische Schweiz ansässig ist. "Und sie dient als Leitsystem für Kurzentschlossene, die spontan einen Ort für die Rast oder ein Quartier für die Nacht suchen."

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Der Elberadweg verläuft entlang der Elbe von der Quelle im Riesengebirge quer durch Deutschland bis zur Mündung in die Nordsee. Insgesamt umfasst der Fernradweg 1.300 Kilometer, davon 840 auf deutscher Seite und 460 auf tschechischer Seite. Das Handbuch Elberadweg wird jährlich in deutscher und tschechischer Sprache herausgegeben. Die Website www.elberadweg.de ist in Deutsch, Englisch, Tschechisch und Niederländisch verfügbar. (SZ)

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